Sitzungsberichte

17. 1. 2018
Lösung für die Schulmensa gefunden

Lösung für die Schulmensa gefunden

Aus dem Gemeinderat

Lösung für die Schulmensa gefunden

Schon am vergangenen Montag kam der Gemeinderat erneut zu einer „Sondersitzung“ zusammen. Dabei ging es ausschließlich um das Hauptthema aus der Sitzung vom 26. November, nämlich um den Bau einer Schulmensa sowie der Frage der Schulhaussanierung.

Die nach langen Diskussionen jetzt als optimal gefundene Lösung für die Einrichtung einer Schulmensa sieht vor, dass im Altbauteil der Schule ein Teil der vorhandenen Klassenräume zum Speisesaal werden soll. Weiterhin sieht der Plan von Bauingenieur Michael Fleck auch Erweiterungsbauten vor – zum einen in Richtung Haupteingang, wo Räumlichkeiten für die Küche angebaut werden sollen. Dadurch kann das vorhandene Foyer als Aufstell- und Wartebereich für die Essensausgabe genutzt werden. In Richtung Pausenhof soll ein weiterer Anbau erfolgen, damit der Speisesaal auch zukunftsgerichtet dimensioniert werden kann.

Da in diesem Bauteil die Bausubstanz sanierungsbedürftig ist, hat Bauingenieur Michael Fleck auch diese Kosten ermittelt. Durch die Bauarbeiten für die Mensa im Erdgeschoss des Altbaus wäre es absolut sinnvoll, auch die beiden darüber liegenden Stockwerke sowie Dach und Fassade zu sanieren. Wären da nicht die Kosten – schon bei der Gemeinderatssitzung vom September hatte Michael Fleck die Gemeinderäte mit Kosten von etwas über 4 Mio. € für das Gesamtprojekt doch erschreckt.

Trotz Unterstützung mit Fördermitteln aus der Schulhausbauförderung des Landes von rd. 600.000 € und einer angenommenen Ausgleichstockförderung von maximal 1 Mio. € muss der Stadthaushalt noch 2,5 Mio. an Eigenmitteln aufbringen. Im Blick auf die vielen weiteren Maßnahmen, die bereits laufen bzw. noch anstehen ist eine solche Investition schlicht nicht finanzierbar.

Bauingenieur Michael Fleck sollte also nochmals rechnen – die Überlegung bei der November-Sitzung war, dass zunächst der Bau der Mensa angegangen wird. Die Sanierung kann nach Aussage von Bürgermeister Klemens Izsak auch noch mal etwas zurückgestellt werden, sollte aber im Zeitraum von 10 - 15 Jahren auf jeden Fall angegangen werden. Ungeachtet dessen, dass der Schulbetrieb dann durch die späteren Arbeiten nochmals erheblich gestört oder gar eingeschränkt werden wird, entstehen auch „doppelte“ Kosten, da bestimmte Installationen jetzt provisorisch angepasst werden müssen – mit 150.000 € nimmt Bauingenieur Michael Fleck diesen Aufwand an, der bei der Durchführung der Bauarbeiten als Gesamtmaßnahme nicht entstehen würde.

Das Stadtoberhaupt schlug dem Gemeinderat vor, die Baumaßnahme aufzuteilen und jetzt zunächst nur das Erdgeschoss des Altbaus anzugehen – die Kosten wurden hierfür mit rd. 2.230.000 € ermittelt. Die Förderung für die Schulhausbauförderung wird sich dabei auf 475.000 € reduzieren. Aus der Ausgleichstockförderung soll eine Förderung von 1 Mio. € beantragt werden. Es ist auch nicht gänzlich auszuschließen, dass eine spätere Förderung der reinen Sanierungsarbeiten möglich wird.

Bei der Diskussion im Gemeinderat kam mehrfach der Einbau eines Aufzuges zur Sprache – die Kosten hierfür würden rd. 150.000 € betragen. Gerade durch die Inklusion, also dem Recht von Kindern bzw. stellvertretend deren Eltern, die in ihrer Entwicklung und Entfaltung eingeschränkt sind, trotzdem die Schule frei wählen zu dürfen, verändern sich die Anforderungen des Schulalltages. Diese Kinder haben nicht nur das Recht, sondern sogar einen Anspruch auf „Teilhabe“ – und deshalb sollte der Aufzug unbedingt bei den jetzt anzugehenden Bauarbeiten vorgesehen werden.

Bezüglich der Trennung in 2 Bauabschnitte entfaltete sich eine zweigeteilte Diskussion – einerseits mit Zustimmung zum Verwaltungsvorschlag im Blick auf die Gesamt- und die doch überschaubaren Mehrkosten – andererseits mit Bedenken, da die Gesamtsanierung mit dem Mensabau zusammen absolut sinnvoll wäre.

Eindeutig war dann aber die Beschlussfassung – mit nur 1 Gegenstimme und 1 Enthaltung stimmte der Gemeinderat dafür, jetzt die Förderanträge zu stellen und dabei von einer Aufteilung der Baumaßnahme auszugehen – der Aufzug soll dann schon zusammen mit dem Mensabau vorgesehen werden.