Sitzungsberichte

20. 4. 2018

Breitbandausbau muss forciert werden

So wichtig wie eine gute verkehrsmäßige Erschließung ist für gewerbliche Unternehmen immer mehr auch die Anbindung an das Internet. Schnelle Datenleitungen benötigt heute aber fast jeder.

Aufgrund früherer Bemühungen von Gemeinderat und Stadtverwaltung ist ein Internetzugang mit einer Bandbreite von 2mbit/s im gesamten Stadtgebiet flächendeckend vorhanden. Doch das reicht für die Datenübertragungsraten heute schon nicht mehr aus. Der Netzausbau sieht heute Datenübertragungsgeschwindigkeiten mit 50 mbit/s als zukunftweisend an. Da sieht es im Stadtgebiet Schrozberg aber schlecht aus. Nur direkt um die Knotenpunkte in Schrozberg, Bartenstein, Schmalfelden, Spielbach und Windisch-Bockenfeld wird diese Datenrate erreicht. Diese Knotenpunkte sind mit Glasfaserkabel an das Internet angebunden. Die Verbindung bis an die Hausanschlüsse erfolgt dann über die vorhandene Kabelstruktur, also über Kupferkabel. Doch damit können die Datenraten keinesfalls erreicht werden.

Für den künftigen Ausbau gibt es daher zwei Alternativen: Entweder man baut wesentlich mehr Knotenpunkte auf (sog. DSLAMS), so dass die Kupferkabelstrecken nur sehr kurz und damit die Geschwindigkeitseinbußen hinnehmbar wären. Das wird aber sehr kostenträchtig. Die andere Alternative wäre, die Haushalte direkt mit Glasfaseranschluss auszustatten. Die Kosten wären sicherlich ähnlich hoch, allerdings wäre dieser Netzausbau absolut zukunftsorientiert. Schon bisher werden bei Tiefbaumaßnahmen in Trägerschaft der Stadt Leerrohre verlegt, die für Glasfaserverkabelungen vorgesehen sind.

Von Seiten der Bundes- und auch der Landesregierung gibt es Förderprogramme für den Netzausbau. Die Bemühungen der Stadtverwaltung zielen darauf ab, möglichst in den Fördergenuss zu kommen. Dazu müssen jetzt die möglichen Netzanbieter abgefragt werden, wie deren weiterer Netzausbau geplant ist – diese Maßnahmen laufen bereits. Mit den Ergebnissen muss dann die weitere Vorgehensweise festgelegt werden.

Der Gemeinderat zeigte sich mit dem jetzigen Sachstand einverstanden. Sollten die Netzanbieter erwartungsgemäß nicht für den zukünftig notwendigen Netzausbau sorgen, wird wohl die Stadt dann Eigenregie weitere Kabeltrassen oder Knotenpunkte einrichten müssen. Und dann wird sich auch der Gemeinderat erneut mit diesem Thema befassen.

Übersicht 50 Mb

Das Bild zeigt mit den gelben Markierungen die wenigen Stellen, an denen heute eine Verbindungsgeschwindigkeit von 50 mbit/s erreicht werden.