Sitzungsberichte

21. 1. 2018
Amtseinsetzung von Bürgermeister Klemens Izsak
Amtseinsetzung von Bürgermeister Klemens Izsak

Amtseinsetzung von Bürgermeister Klemens Izsak

Viel Lob konnte Bürgermeister Klemens Izsak bei seiner Amteinsetzung ernten ? und Lob tut bekanntlich gut. Der Schrozberger Schulz wurde bei der Wahl am 9. Dezember bei einer Wahlbeteiligung von rd. 48 % und einem Stimmenanteil von mehr als 94 % zum zweiten Mal in seinem Amt bestätigt.

Am vergangenen Mittwoch wurde Bürgermeister Izsak vom stellvertretenden Bürgermeister und Stadtrat Friedrich Schuch für seine dritte Amtsperiode, also die nächsten 8 Jahre, verpflichtet.

Friedrich Schuch ging in seiner Laudatio vor allem auf die vielen Vorhaben der Stadt Schrozberg ein, die unter der Leitung von Bürgermeister Klemens Izsak bewerkstelligt wurden. Beispielhaft ging er auf die Bemühungen im Abwassersektor, Erschließungs-maßnahmen, Straßenbau und viele andere Projekte ein, insbesondere auch die Dinge, die den Gemeinderat und Stadtverwaltung künftig beschäftigen werden ? und diese Liste muss erst mal abgearbeitet sein ? Umbau Klärlanlage, Hochwasserschutz und Regenrückhalt, Weiterführung der Verbindungsstraße, IT-Gründerhaus und Medienhaus, Gewerbehof, Umwandlung Krankenhaus und Beschaffungen der Feuerwehr. Das Arbeitsprogramm wird dafür sorgen, dass auch die nächsten 8 Jahre den neuen und alten Schrozberger Bürgermeister wieder viel Arbeit und Schweiß kosten werden. An den Schluss seiner Ausführungen stellte er die Zusicherung, dass auch künftig, wie schon in der Vergangenheit ? Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat an einem Strang ziehen werden. Wenn man auch nicht immer gleicher Meinung sein kann, wird der Gemeinderat die kommunalpolitische Arbeit unterstützen und auch künftig um eine loyale Zusammenarbeit bemüht sein.


Mit der Verpflichtungsformel gelobte Bürgermeister Klemens Izsak Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung seiner Pflichten. Insbesondere gelobte er, die Rechte der Stadt Schrozberg gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern ? diese Zusicherung unterstützten die vielen Zuhörer mit großem Applaus.


Landrat Ulrich Stückle betonte in seiner Ansprache, dass sich Schrozberg sehr positiv entwickelt hat ? und wenn Stadtrat Schuch etwas wehmütig auf den Schuldentstand der Stadt blickt, so muss man auch sehen, was alles bewältigt wurde und mit welchem Stand Schrozberg in die Zukunft startet. Wollte man hier eine kaufmännische Bilanz ziehe, fiele diese mehr als positiv aus.
Die Landkreisverwaltung ? so sicherte der Landrat zu ? ist stets bemüht, die Kreisgemeinden zu unterstützen. Schrozberg hat in den vergangenen 8 Jahren 20 Mio. Euro investiert. Es gelang dabei, 12. Mio. Euro Zuschuss nach Schrozberg zu holen.

Landrat Stückle ging lobend, aber auch ein wenig stolz auf die vielen Einzelprojekte ein, die wohl alle so nicht gelungen wären, wenn nicht Bürgermeister Klemens Izsak mit seiner vollen Schaffens- und Willenskraft hinter der Durchführung aller dieser Maßnahmen gestanden wäre. Unter seiner vollen Einsatzkraft und unter Vernachlässigung jeder Schonung seiner eigenen Person geht er die Aufgaben zielgerichtet und erfolgsorientiert an, und das sieht man, wenn man die Ergebnisse betrachtet. Landrat Stückle freut sich über den engagierten Bürgermeister, der auch im Kreistag konstruktiv und sachdienlich mitarbeitet ? und gerade wenn derzeit die Diskussion immer wieder um das Kreistagsmandat der Bürgermeister geht, so würde Landrat Stückle bedauern, wenn diese Sachkompetenz verloren ginge. Mit den besten Wünschen, auch für Frau Karin Izsak freut sich der Landrat auf die weitere Zusammenarbeit.

Bürgermeister Klemens Izsak selbst hat es weniger gern, im Mittelpunkt zu stehen. Auch wenn er gerne unter Leuten ist, zieht er lieber den zwischenmenschlichen Kontakt vor, und den findet er in Schrozberg reichlich. So war es für den Rathauschef schon lange klar, dass er die dritte Amtsperiode anstreben wollte. In seiner Ansprache nannte er die Eckpunkte der kommunalpolitischen Entwicklung von Schrozberg, die einem ständigen Wandel unterliegen. War es Anfang der 90er Jahre die Angst um das Aussterben des ländlichen Raumes, bewegt heute, nachdem es erreicht wurde, dass wieder rund 1000 Personen mehr in Schrozberg wohnen, die politische Diskussion die Bange um die Arbeitsplätze in der Region. Diese Entwicklung absehend sind die kommunalpolitisch Verantwortlichen derzeit dabei, berufliche Qualifizierungsmaßnahmen anzugehen, um das Arbeitskräftepotenzial zu sichern und damit auch Arbeitsplätze in die Region zu holen, eine Akademie sha-z mit Schulungs- und Qualifikationsmöglichkeiten und angegliederten Gründerräumen sollen hier helfen.
Auch die Bemühungen auf dem Abwassersektor werden die Stadt noch lange beschäftigen, aber mit der Förderunterstützung des Landes ist die Stadt sicher in der Lage, diese Aufgabe zu meistern.
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft bereitet dem Stadtoberhaupt allerdings Kopfzerbrechen. Durch den Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe droht ein "Aussterben" von Althofflächen. Deshalb muss es Ziel der Stadt sein, in den Teilorten Bauen und Wohnen möglich zu machen.
Und ein anderes Anliegen beschäftigt ihn immer wieder: nämlich die Schwierigkeit, für den Berufsstand des Bürgermeisters noch Bewerber zu finden. Er kann von sich nur sagen, dass er gerne und mit Leib und Seele Bürgermeister ist und hofft so auf viele Nachahmer.


An den Schluss stellte er den Dank an den Gemeinderat für die teilweise schon mal kontroverse, am Schluss aber immer konstruktive Zusammenarbeit. Im gesamten Bereich der Stadtverwaltung stehen kompetente Mitarbeiter ihren Mann und ihre Frau ein großes Team, das gut zusammenarbeitet, auch denen galt sein Dank. Einen weiteres Dankeschön richtete er an Landrat Ulrich Stückle und den Leiter der Kommunalaufsicht Peter Gugel, die Schrozberg sehr viel Unterstützung zugedeihen lassen. Und natürlich auch den Vereinen im Stadtgebiet, allen anderen Institutionen und der Bevölkerung sprach er seinen Dank aus, wenn es gilt sind immer alle da.

Im Anschluss an die Amtseinsetzung fand noch ein kleiner Stehempfang statt. Hier fand sich Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zu Gesprächen ? und das wurde sehr ausgiebig genutzt.