Sitzungsberichte

20. 4. 2018

Freibadplanung in Auftrag gegeben

Schwerpunktthema bei den Beratungen zum Haushaltsplan 2013 und auch im Kommunalwahlkampf war die Schließung bzw. der Fortbestand des Schrozberger Freibades.

Im Zuge der Haushaltsplandebatte im Jahr 2012 wurde der Abmangel mit jährlich um die 60.000 € und damit der Weiterbetrieb der Freizeiteinrichtung sehr kritisch hinterfragt. Aufgrund erheblicher Mängel der gesamten betriebstechnischen Einrichtung des Schrozberger Bades hat das Gesundheitsamt dann den weiteren Betrieb nach der Badesaison 2013 eingestellt.

Seither hat sich einiges getan, denn im Wahlkampf um die Gemeinderatsmandate im Mai 2014 wurde dieses Thema sehr oft öffentlich diskutiert. Mit der Gründung eines Fördervereins machen sich die Fürsprecher jetzt stark für den Fortbestand des Bades – die Freibadfreunde zählen derzeit rund 140 Mitglieder und beteiligen sich aktiv an der öffentlichen Diskussion.

Bereits im Februar 2014 hat die Stadtverwaltung Fachleute von den Stadtwerken Crailsheim eingeladen, die das Schrozberger Freibad mal genauer angeschaut haben. Da war die Rede von Generalsanierung bzw. Neubau, denn nichts vom bisherigen Freibadbetrieb – weder Gebäude noch Einrichtungen – entspricht den heutigen Anforderungen. Allerdings bei den Kosten kamen unterschiedliche Ansichten auf – die Stadtwerke kamen überschlägig auf 1,7 Mio. €. Im Gemeinderat wurden etliche Stimmen laut, dass diese Schätzung überzogen ist. Die Freibadfreunde ihrerseits signalisierten bereits da tatkräftige und eventuell auch finanzielle Unterstützung.

Der Gemeinderat fasste daraufhin den Beschluss, einen Fachplaner zu Rate zu ziehen, der jetzt zunächst eine Vorplanung erstellen soll – die Kosten dafür sind mit rd. 10.000 € noch überschaubar.

In der vergangenen Sitzung stellten sich nun zwei Ingenieurbüros vor, die einschlägige Erfahrungen beim Bau, aber auch bei Generalsanierung von Freibädern haben. Von Seiten der Freibadfreunde wurde noch ein weiteres Büro in Gespräch gebracht, das allerdings so kurzfristig mit mehr zu dieser Sitzung eingeladen werden konnte. Im Gemeinderat verständigte man sich aber dann auf das Büro Richter und Rausenberger aus Stuttgart – auf die Vorstellung eines weiteren Büros wurde verzichtet.

Die Fachleute werden nun das Schrozberger Bad genauer unter die Lupe nehmen und aufzeigen, welche Lösung sinnvoll ist sowie die Kosten dazu ermitteln. Sorge bereitet allerdings jetzt schon der Baugrund, denn die veranlasste Bodenuntersuchung hat ergeben, dass erst in einer Tiefe von 4 – 6 Meter fester Untergrund kommt. Die Schicht darüber wurde vermutlich nur aufgeschüttet. Damit erklärt sich auch die jetzige Problematik – das Becken hat sich nämlich teilweise abgesenkt, weil der Untergrund nicht ausreichend tragfähig ist. Das erleichtert nun nicht gerade die bevorstehende Aufgabe der Planer –  die weitere Entwicklung bleibt auf jeden Fall spannend.