Sitzungsberichte

26. 4. 2018
Scheidende Gemeinde- und Ortschaftsräte verabschiedet

Scheidende Gemeinde- und Ortschaftsräte verabschiedet

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 brachte doch einige Neuerungen für den Schrozberger Gemeinderat. Vier Gemeinderäte erklärten bereits bei der Aufstellung der Wahlvorschläge ihr Ausscheiden. Bedingt durch die starke Vergrößerung der Gemeinderatsrunde nach der Wahl 2009 von 22 regulären Sitzen auf 28 Sitze nach Ausgleich der Stimm- und Sitzzahlen und auch durch die Änderung des Auszählungsverfahrens für die Wahl 2014 mit der Wirkung, dass es weniger Ausgleichsitze geben soll, hat sich das Gremium mit dem Wahlergebnis vom Mai auf 23 Sitze verkleinert. Damit war schon im Vorfeld abzusehen, dass einige jetzt in der Sitzungsrunde besetzte Plätze künftig unbesetzt bleiben – insgesamt 6 bisherige Stadträte schafften den Einzug in das Stadtparlament nicht mehr.

Bei der nun letzten Sitzung des Gemeinderates in der noch „alten“ Zusammensetzung bedankte sich Bürgermeister Izsak für die vertrauensvolle und gedeihliche Zusammenarbeit. In seiner ausführlichen Laudatio beleuchtete das Stadtoberhaupt die zurückliegenden Jahre der Ratsmitglieder und blickte dabei zurück bis ins Jahr 1975 – da wurde nämlich Otto Klein aus Hirschbronn zum ersten Mal in den Gemeinderat gewählt. In Folge konnte der „dienstälteste“ Gemeinderat insgesamt weitere 7 Mal Wahlerfolge für sich verbuchen. Die Zeit damals war geprägt durch die Änderungen nach der Kommunalreform. Ettenhausen war als letzte Gemeinde zu Schrozberg gekommen und das nicht gerade mit Begeisterung. Doch zwischenzeitlich kann man ruhig behaupten, dass sich alles ganz gut ergeben hat. Viele Maßnahmen hat der Gemeinderat seinerzeit beschlossen. Bürgermeister Klemens Izsak erwähnte die Neugestaltung des Markplatzes in Schrozberg, die kontroverse Diskussion um einen neuen Friedhof in Schrozberg, etliche Abwassermaßnahmen, Flurbereinigungen, Bau von Wassertürmen, die Ortsumgehung Schmalfelden – übrigens seither auch die letzte größere Straßenbaumaßnahme durch das Land - sowie die Ortdurchfahrt von Speckheim. Wahlen waren 1980, dann wieder 1984, bei der dann Walter Markert aus Sigisweiler erstmals gewählt wurde. Er „löste“ seinen Vater Friedrich Markert ab, der bis zu diesem Zeitpunkt mit 40 Jahren Gemeinderatszugehörigkeit schon ein Urgestein war. Doch jetzt gehen insgesamt 70 Jahre Markert im Gemeinderat zu Ende – so resümierte Bürgermeister Klemens Izsak bei seiner Laudatio.

Aufgaben dieser Zeit waren der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, Sanierung und Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Heiligenbronn sowie des Schulhauses in Schmalfelden, Sanierung der Ortsdurchfahrt Bartenstein und vieles andere mehr. Einschneidend dürfte sicherlich auch der Bürgermeisterwechsel im Jahr 1986 gewesen sein – Rudolf Neu hörte nach 40 Jahren auf.

1989 wurde wieder gewählt, genauso in den Jahren 1994, 1999, 2004 und 2009. Die Aufgaben wandelten sich ungemein. Anfänglich herrschte nach der Grenzöffnung und dem Zuzug vieler Ostbürger große Not an Wohnungen. Der Bauhof wurde neugebaut, die Liederhalle in Schmalfelden und die Halle in Bartenstein saniert. 1989 rückte Walter Vogt dann für den scheidenden Stadtrat Dr. Zimmer in den Gemeinderat nach. Auch die Folgejahre gab es reichlich Abwechslung – über die 750-Jahr-Feier im Jahr 1999 bis zur Schließung des Krankenhauses im Jahr 2003 waren freudige und einschneidende Beschlüsse des Gemeinderates gefragt. Weitere Themen der Zeit bis zur Wahl im Jahr 2009 waren die Neu- bzw. Ersatzbeschaffung einer Drehleiter, der Brand im Kindergarten, der Neubau einer Mehrzweckhalle in Verbindung mit Sanierung der bisherigen Stadthalle, das Einläuten der Stadtsanierung und vieles andere mehr.

2009 durften dann etliche Stadträte neu in das Gremium einziehen – mit dabei Klaus Ehnes, Sascha Göller, Werner Hanselmann, Maximilian zu Hohenlohe-Bartenstein, Klaus Martens, Susanne Pröger und Klaus Süpple. Sie konnten mitunter von den vielen Ausgleichssitzen profitieren, der Gemeinderat wuchs nach der Wahl von 22 regulären Sitzen auf insgesamt 28 Mitglieder an. In diesen 5 Jahren war die Stadtsanierung Dauerthema. Mit Abschluss der Abwassermaßnahmen in den Teilorten kam gleich die Kläranlagenerweiterung wieder ins Gespräch, zwischenzeitlich laufen bereits die Arbeiten in vollem Gange. Weitere Themen waren die Sanierung des Kindergartens Bartenstein-Ettenhausen, der Neubau des Ortszentrums Leuzendorf oder die Umnutzung des früheren Krankenhauses.

Bei der neuerlichen Wahl war die Zielsetzung des Gesetzgebers, die Anzahl von Ausgleichssitzen zu reduzieren, deswegen wurde auch das Auszählungsverfahren geändert. Schon bei der Aufstellung der Wahlvorschläge waren die Konsequenzen daraus vorhersehbar.

Bürgermeister Klemens Izsak bedankte sich bei den scheidenden Gemeinderäten und hatte dabei für jeden ein paar sehr persönliche Anmerkungen. Bei Otto Klein und Walter Markert bedankte sich das Stadtoberhaupt ganz besonders. Durch ihre lange Tätigkeit im kommunalen Ehrenamt und für das Wohl der Stadt Schrozberg mitsamt allen Einwohnern zeichnete er die beiden verdienten Stadträte mit der Auszeichnung des Gemeindetages Baden-Württemberg für 40-jährige Tätigkeit bei Otto Klein und für 30-jährige Tätigkeit bei Walter Markert aus und überreichte beiden ein besonderes Präsent namens der Stadt Schrozberg. Auch für alle anderen gab es ein Abschiedsgeschenk sowie eine Urkunde als Testat für ihre Tätigkeit im Gemeinderat der Stadt Schrozberg.

Unser Bild zeigt Bürgermeister Klemens Izsak zusammen mit den verabschiedeten Stadträten Otto Klein, Walter Markert, Susanne Pröger, Klaus Martens, Werner Hanselmann, Sascha Göller, Walter Vogt, Klaus Süpple und Klaus Ehnes (vlnr.). Maximilian zu Hohenlohe-Bartenstein war bei der Sitzung verhindert und fehlt daher auf dem Bild.

uuehrung2014

Das zweite Bild zeigt Bürgermeister Klemens Izsak mit den geehrten Stadträte Otto Klein und Walter Markert, die für ihre besonders herausragenden Verdienste mit der Ehrenmedaille des Gemeindetages ausgezeichnet wurden zusammen mit Walter Vogt, der es auch auf 16 Jahre als Gemeinderat gebracht hat (vlnr.).

Auch bei den Ortschaftsräten gab es durch die Wahl Veränderungen. Bürgermeister Klemens Izsak bedankte sich bei den allesamt freiwillig ausscheidenden Mandatsträgern für ihre geleistete Arbeit. Die Ortschaftsräte haben seit der Kommunalreform eine wichtige Funktion als Ansprechpartner direkt vor Ort und bilden so das direkte Bindeglied zwischen Verwaltung und Bürgern. Sie sind auch die Garanten dafür, dass die Interessen der Bürger in der Kommunalpolitik Gehör finden und trotz der langen Zeit, die seit der Kommunalreform vor gut 40 Jahren vergangen ist, sind die Ortschaftsräte unersetzliche Instanzen für eine gelebte und direkte Demokratie. Bürgermeister Klemens Izsak erwähnte dabei die vielen unterschiedlichen Themenbereiche der jeweiligen Ortsverwaltungen und sprach die scheidenden Räte dabei direkt und einzeln an.

 

Als Dank der Stadt Schrozberg überreichte Bürgermeister Klemens Izsak jedem ein kleines Präsent sowie eine Urkunde über die Zeit als Ortschaftsrat – dies sind:

 

Ortschaftsrat Bartenstein

Marc Stolz

 

Ortschaftsrat Ettenhausen

Karlheinz Schürger für den Wohnbezirk Ettenhausen und als Ortsvorsteher

Otto Klein für den Wohnbezirk Hirschbronn

Walter Dinkel für den Wohnbezirk Wittmersklingen

 

Ortschaftsrat Leuzendorf

Jürgen Hachtel für den Wohnbezirk Leuzendorf

Ulrich Kleider für den Wohnbezirk Funkstatt

 

Ortschaftsrat Schmalfelden

Herbert Guttropf für den Wohnbezirk Schmalfelden

Dieter Wollmershäuser für den Wohnbezirk Speckheim

 

uuortschaftsraete2014

Unser Bild zeigt Bürgermeister Klemens Izsak zusammen mit Dieter Wollmershäuser, Karlheinz Schürger, Walter Dinkel, Ulrich Kleider, Marc Stolz und Otto Klein (vlnr.) – verhindert waren Herbert Guttropf und Jürgen Hachtel, beide fehlen auf dem Bild.