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Gemeinderat besichtigt Schule

Im Zusammenhang mit der Debatte über den Haushaltsplan 2014 war die Schule mehrfach Fokus der Diskussion. Einerseits war der Neubau bzw. Anbau einer Mensa mit der Standortfrage bereits im Vorfeld zur Haushaltsplandebatte auf der Tagesordnung einer früheren Sitzung, andererseits bereiten die Irrungen und Wirrung in der Schulpolitik der Landesregierung natürlich im Zusammenhang mit dem Rückgang der Schülerzahlen immer wieder neuen Zündstoff im Blick auf den Erhalt bzw. den Fortbestand des Schulstandortes Schrozberg.

 

Soviel gleich vorab – um den Schulstandort Schrozberg braucht man unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht zu bangen. Schulleiter Urban Brändle, der den Gemeinderat gerne durch die Schule geführt hat, konnte bezüglich der Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr positives vermelden – es liegen ausreichend Anmeldungen für zwei Realschulklassen vor. Zudem wird es eine Werkrealschulklasse geben. Auch zukünftig braucht man deshalb nicht bangen. Solange es zumindest 16 Anmeldungen für die Realschule gibt, wird die Landesregierung der Schrozberger Schule nicht am Fortbestand graben. Probleme gäbe es dann, wenn Schrozberg jetzt eine Gemeinschaftsschule einrichten möchte – hier wäre die 2-zügigkeit zwingend Voraussetzung, doch dazu besteht keinerlei Veranlassung.

 

Die Kritik, die hauptsächlich von seiten der CDU-Fraktion kam und der Schul- und Stadtverwaltung Konzeptionslosigkeit vorwarf, wies der Schulleiter entschieden zurück. Zwischenzeitlich hat sich die Richtung der Schulpolitik schon so oft und so grundlegend geändert, dass sich bei ihm in der Schublade so viele Konzepte befinden, dass damit schon sehr viel abgefedert werden kann. Doch aus jetziger Sicht ist auch nach Auffassung von Bürgermeister Klemens Izsak kein zwingender Handlungsbedarf.

 

Das zweite Thema betraf den Neu- bzw. Anbau einer Schulmensa. Nachdem im Gemeinderat diskutiert wurde, diese möglicherweise in vorhandenen Räumen der Schule unterzubringen, die ja durch den Rückgang der Schülerzahlen zur Verfügung stehen könnten, blieb nur ein Vor-Ort-Termin. Schulleiter Urban Brändle zeigte dazu das ganze Schulgebäude sowie die Nutzung der Klassen- und Fachräume. Die Gemeinderäte konnten sich überzeugen: es steht kein Raum leer und die künftigen Unterrichtsmethoden, die von den Lehrern ein individualisiertes Lehren verlangen, gehen künftig von 2 Klassenräumen pro Schulklasse aus. Unter dem Aspekt wären umgekehrt viel zu wenig Klassenräume zur Verfügung.

 

Der Abschluss der Besichtigung fand in der oberen Pausenhalle statt, die derzeit als „Mensa“ dient. Sehr schnell mussten die Gemeinderäte feststellen, dass dieser Raum keinesfalls gut und geeignet dafür ist. Bauingenieur Michael Fleck, der ebenfalls mit dabei war, erläuterte einerseits die Überlegung zu einem Erweiterungs- bzw. Anbau dort. Weiterhin untersucht er aber auch noch andere Standortmöglichkeiten für einen Anbau der Mensaräume an das bestehende Schulgebäude.

 

Der Gemeinderat wird sich demnächst weiter mit diesem Thema befassen.