Sitzungsberichte

23. 4. 2018

Schrozberg bekommt ein Stadtentwicklungskonzept

Bei der Sitzung im Juni hat Bernd Kujacinski vom Planungsbüro STEG vorgestellt, wie ein Gemeinde- oder Stadtentwicklungskonzept aussehen könnte und wie ein solches Konzept aufgestellt wird. Die Notwendigkeit ergibt sich durch die laufende Stadtsanierung: das Regierungspräsidium als Förderbehörde hat bereits mehrfach auf die Notwendigkeit einer solchen Konzeption für die weitere Förderung hingewiesen. Die STEG hat umfassende Erfahrungen in diesem Bereich und betreut als Büro auch die Stadtsanierung in Schrozberg – deshalb wurde auch dort nach einem Angebot nachgefragt.

 

Etwas geteilt war die Meinung in der Ratsrunde. Bereits früher wurden Studien und Untersuchungen angestellt, um insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung Schrozbergs voranzubringen. Die letzte Initiative zusammen mit der Nachbarstadt Niederstetten hat zunächst euphorisch begonnen und im Endeffekt aber keine nachhaltigen Verbesserungen gebracht.

 

Andererseits sieht es der Großteil der Stadträte als sinnvolle Sache an, wenn zum einen die Projekte, die sich über viele Jahre erstrecken, zusammengefasst und schriftlich festgehalten werden. Zum anderen werden bei der Erarbeitung eines solchen Entwicklungskonzeptes die Bürger, Gewerbetreibende und anderen Institutionen einbezogen, was durchaus positive Effekte bringen könnte.

 

Mehrheitlich fiel der Beschluss zum Auftrag an die STEG, zunächst mal die „Stufe 1“ zum Stadtentwicklungskonzept anzugehen. Dazu wird die STEG zunächst eine Bestandserhebung durchführen. Es folgt ein Ämtertag, bei dem die wesentlichen Gemeindeentwicklungsbereiche mit den betroffenen und verantwortlichen Verwaltungsmitarbeiter erörtert wird. Im nächsten Schritt soll dann die Bürgerschaft beteiligt werden. Vorschlag der STEG ist ein Informationsabend verbunden mit einer Haushaltsbefragung. Nach einer Klausursitzung des Gemeinderates könnte dann als erstes Ergebnis eine Kurzdokumentation entstehen, die die Ergebnisse der einzelnen Verfahrensschritte wiedergibt – oder es geht weiter mit der „Stufe 2“, bei der nochmals ausführliche Erörterungen sowie Beteiligungsangebote (Entwicklungsbeirat, Planungsworkshops, Ortsrundgänge) einfließen würden und am Ende gäbe es dann eine ausführliche Dokumentation über Leitlinien und Entwicklungsziele sowie insbesondere die Definition von Handlungsfeldern, Maßnahmen und Umsetzungsstrategien, doch das war nicht Teil des Gemeinderatsbeschlusses.