Sitzungsberichte

19. 4. 2018
Die Stadtsanierung geht in die nächste Runde

Die Stadtsanierung geht in die nächste Runde

Derzeit wird im Zeller Weg fleißig gewerkelt und gebaut – doch bald können die Arbeiten abgeschlossen werden. Derzeit stehen noch rund 500.000 € an Stadtsanierungsmittel zur Verfügung. Bürgermeister Klemens Izsak informiert den Gemeinderat, dass die Stadtverwaltung einen Aufstockungsantrag stellen wird, damit es im nächsten Jahr weitergehen könnte. Bis dahin soll die Planung soweit weiterentwickelt werden, dass sofort gebaut werden kann.

 Architekt Armin Hauenstein erläuterte seine Planung für die Oberstettener Straße, die Bahnhofstraße sowie den Bahnhofsvorplatz samt früherer Ladestraße. Insgesamt 3 Abschnitte sollen gebildet werden, die nacheinander zur Ausführung kommen um immer ausreichend Ausweich- und Umleitungsstrecken ausweisen zu können. Im ersten Abschnitt sollte der Straßenverlauf der Oberstettener Straße von der Einmündung zur Brunnenstraße bis zum Bahnübergang angegangen werden. Dabei gibt es jetzt wenig Gestaltungsmöglichkeiten, der Bereich soll mehr oder weniger einfach erneuert werden. Was dem Planer auf jeden Fall wichtig ist und was anderen Stellen auch schon umgesetzt wurde: es soll deutlich mehr Grünflächen geben, die ein angenehmes Klima schaffen sollen. Das war auch Thema der Aussprache – insbesondere die Zahl und Platzierung der Bäume wurde kritisch hinterfragt.

 Im nächsten Abschnitt würde Architekt Hauenstein die Oberstettener Straße vom Bahnübergang bis zum Ortsende anpacken. In diesem Bereich sind noch weniger Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden – und auch hier wieder die Prämisse: mehr Grün sorgt für ein ansprechendes Ortsbild und ein gesundes Mikroklima.

 Viel an Gestaltungsmöglichkeiten bieten die Bahnhofstraße, der Bahnhofsvorplatz und die frühere Ladestraße. Als erstes sieht der Planer hier die Notwendigkeit, das Parken zu ordnen. Die Distanz zwischen den Gebäuden bietet die Möglichkeit bei einer durchgängigen Fahrbahnbreite von mindestens 6,50 Metern noch für beidseitige Längsparkstreifen, die von der Fahrbahn, aber auch hin zum Gehweg abgegrenzt werden. In der Sitzung erläuterte Armin Hauenstein seine weiteren Vorstellungen, wie diese beiden Straßenbereiche gestaltet werden könnten. Es gab dazu die unterschiedlichsten Anmerkungen im Blick auf die Nutzung der Ladestraße oder zum geplanten Zebrastreifen auf Höhe der Einmündung zum Feuerwehrmagazin. Mit der Straßenverkehrsbehörde muss geklärt werden, ob diese den Fußgängerüberweg genehmigen wird.

 

Die Kostenschätzung für die 3 Abschnitte beläuft sich auf 1.580.000 €. Dazu kommen noch die Kosten für den Austausch der Wasserleitungen sowie die Erneuerung der Abwasserkanäle, diese Kosten werden derzeit vom Büro Eissing ermittelt.

 

Im nächsten Schritt sollen die Anlieger einbezogen werden. Alle Eigentümer sowie die Westfrankenbahn werden dazu nach den Sommerferien von der Stadtverwaltung eingeladen und zusammen soll die Planung im Detail durchgesprochen werden. Auf der Grundlage der dann hoffentlich von allen mitgetragenen Pläne werden die Anträge auf Förderung aus dem Ausgleichstock sowie im Rahmen der Stadtsanierung gestellt. Ein Baubeginn könnte – wenn alles wie geplant läuft – noch im Herbst 2014 anvisiert werden.