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Freibad wird auch 2013 geöffnet
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Freibad wird auch 2013 geöffnet

 

Vor der Sitzung im März trafen sich die Schrozberger Gemeinderäte im Freibad – bei gefühlten Minusgraden natürlich nicht zum Baden, sondern um sich einen Überblick über diese städtische Freizeiteinrichtung zu machen.

Grund dafür war die Bemerkung der Freien Wähler im Zusammenhang mit der Aufstellung der Haushaltsplanung für das Jahr 2013, dass 64.000 € Zuschussbedarf eine ganz ordentliche Summe bedeutet – gemessen zB. am Jugendhaus Güterschuppen, wo etwa die gleiche Summe aufgewendet wird, aber dann ein ganzjähriges Angebot besteht.

Dass das Schrozberger Freibad mit den Angeboten anderer Bäder in der Umgebung nicht mithalten kann, ist eigentlich allen klar. Eine Sanierung oder gar ein Ausbau hin zu einem heute üblichen Bad würde Kosten von mehr als 2 Millionen Euro sowie deutlich erhöhte Betriebskosten bedeuten – so ist sich Bürgermeister Klemens Izsak sicher. Im Blick auf den Freibadbesuch, der an guten Tagen bei durchschnittlich 50 – 100 Besuchern liegen wird, absolut nicht gerechtfertigt. Hier sind dann die Überlegungen der Ratsfraktion hin zu einem Busverkehr zu einem nahegelegenen Freibad absolut günstiger.

Technisch ist das Bad total veraltet. Angefangen bei der Beckentechnik, der Solarheizung und auch der Chlorierungsanlage bis hin zu den Umkleiden und dem Kiosk. Zudem ist auch der Wasserverlust ein großes Problem. Aber kein Wunder, denn seit mehr als 20 Jahren wurde auch nichts mehr investiert, da mit kleinen Maßnahmen keine grundlegenden Verbesserungen möglich sind. Die Öffnungszeiten wurde aufgrund der Tatsache, dass es nur einen Bademeister gibt, an die arbeitsrechtlichen Erfordernisse angepasst und vor Jahren auf 6 Stunden begrenzt, sonntags ist generell geschlossen – angemerkt: das war sowieso der Tag, an dem die wenigsten Besucher zu verzeichnen waren!!

Eine Wortmeldung bei der Sitzung zielte auf mögliche Einsparungen bei den Kosten hin, doch wo soll man da noch sparen, wenn der Kostenblock fast nur aus Lohnkosten besteht.

Ein Teil der Gemeinderäte ist sich fast sicher, dass eine Schließung des Freibades nicht zu einem größeren Aufschrei in Schrozberg führen wird – diese Reaktion der Bürger auf die Diskussion wäre sicher aufschlussreich.

2013 brauchen alle Schrozberger Wasserratten keine Bedenken haben, das Schrozberger Freibad öffnet wie gewohnt. Im Herbst will sich dann der Gemeinderat für die Badesaison 2014 überlegen bzw. festlegen, wie es dann weitergeht.