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Stadtwald steht ganz gut da

Einmal im Jahr steht das Thema Forst auf der Tagesordnung und Revierförsterin Waldtraud Leinen berichtet von ihrer Tätigkeit sowie dem Zustand des Stadtwaldes – und da gab es eigentlich nur gute Nachrichten.

Insgesamt geht es dem deutschen Wald ganz ordentlich. Die Eichenbäume kämpfen immer noch mit dem Kahlfraß durch den Eichenprozessionsspinner, noch immer sterben bisweilen auch sehr stattliche Bäume einfach ab. Im Stadtwald Schrozberg macht sich das bemerkbar – insgesamt 50 Festmeter Holz wurden deshalb über den geplanten Einschlag hinaus gefällt.

Doch auch den Eschen geht es nicht gut. Mit dem Eschentriebsterben ist die Baumart derzeit stark betroffen. Seitens der Forstfachleute gibt auch noch keinen Tipp bzw. Behandlungsmethoden, die das Absterben auch von schon stattlichen verhindern könnte. Das einzige, was derzeit da nur hilft, ist keine Nachpflanzung von Eschen bis sich vielleicht bei der Baumzucht Resistenzverhalten ergeben.

Das Klima insgesamt ist gut für den Wald – da war 2012 zwar der lange und vor allem bitterkalte Winter, danach noch ein trockenes Frühjahr, aber mit den Niederschlägen im Sommer haben die Bäume das insgesamt gut weggesteckt. Der sinkende Grundwasserspiegel ist kein Grund für Besorgnis – zumindest bisher nicht.

Im Stadtwald wurden wieder einige Maßnahmen angegangen – so wurde ein Weg durch den Wald bei Sigisweiler neu eingeschottert und Jungbestände bei Spielbach, Reichertswiesen und bei Sigisweiler durchforstet.

Der Holzmarkt bietet nach wie vor gute Preise und so konnte das eingeschlagene Holz gut veräußert werden. Auf die Zahlenbilanz ist Revierförsterin Leinen sichtlich stolz, denn der Wald der Stadt Schrozberg hat in früheren Jahren meist mehr gekostet als erlöst wurde. Schon bei der Planung war ein Überschuss von 2.500 € eingeplant – tatsächlich konnten nach vorläufigem Rechnungsstand sogar etwas mehr als 7.812 € übrig gemacht werden.

Die Zahlen für 2013 sehen auch nochmals ganz gut aus – mit 400 € Überschuss hat die Forstexpertin ihren Plan aufgestellt mit der Hoffnung, dass der Preis am Holzmarkt auf dem guten Niveau bleibt. Bürgermeister Klemens Izsak zeigte sich da äußerst zuversichtlich – schon allein, wenn man beobachtet, wie viele Heizsysteme auf Hackschnitzel oder Scheitholz umgestellt werden, braucht man nicht gleich bange werden – und so hofft auch der Gemeinderat auf künftig einigermaßen gute Ergebnisse den Stadtwald betreffend.