Sitzungsberichte

16. 1. 2018
Die Schule Schrozberg – nichts ist so beständig wie der Wandel

Die Schule Schrozberg – nichts ist so beständig wie der Wandel

In regelmäßigem Abstand lädt Bürgermeister Klemens Izsak den Rektor der Schule Schrozberg zu einem Sachstandbericht zu einer Sitzung des Schrozberger Gemeinderates ein. Urban Brändle war vor gut einem Jahr in der Sitzungsrunde und konnte jetzt an seinen früheren Bericht anknüpfen. Sein erstes Thema war die Entwicklung der Schullandschaft hin zu Gemeinschaftsschulen, bei der die Unterscheidung der unterschiedlichen Schularten nur noch teilweise eine Rolle spielt. Die Schule Schrozberg als Verbundschule könnte solche Veränderungen problemlos umsetzen, das war auch das, was er im Juli letzten Jahres berichtet hatte. Trotzalledem hat die Schulleitung bisher noch kein vordringliches Interesse, in diese Richtung vorzupreschen. Urban Brändle sieht die Veränderung in der gesamten Bildungspolitik eher unter dem Aspekt, dass die grün-rote Landesregierung mit ihrem ruckartigen Richtungswechsel sicherlich erst Erfahrung sammeln muss – und da ist Abwarten oft die bessere Alternative.

Derzeit braucht man sich wegen des Bestands der Hauptschule keine ganz akuten Sorgen machen – für das Schuljahr 2012/13 ist zunächst mal klar, dass es eine Klasse geben kann. Wie es dann weitergeht, wird sich bei Zeiten ergeben. Schon jetzt wird aber ein Teil des Unterrichts gemeinsam mit Schülern aus Haupt- und Realschule der gleichen Altersstufe gestaltet – und das ist auch gar kein Problem, weil sich die Schüler aus der Grundschulzeit kennen.

Erfreut ist der Rektor über das Elternverhalten, die Empfehlungen zum Besuch der weiterführenden Schule nach Abschluss der Klasse 4 wurden von den Eltern entsprechend der Einschätzung des jeweiligen Lehrers befolgt – und das ist absolut gut so.

Noch mehr erfreut ist der Rektor über das Ergebnis der Schüler – „es ist abartig“, so seine Worte, was an der Schrozberger Schule an Belobigungen und Preise übergeben werden kann.

Im Rahmen der Aussprache kam nur eine kurze Wortmeldung auf, die in genau diese Richtung ging. Die Schüler kommen nach der Schule mit teilweise blendenden Zensuren und bestem Präsentationsvermögen bei künftigen Ausbildungsträgern an. Allerdings ist zu beobachten, dass solche vermeintlich gute Kandidaten dann bei einem Einstellungstest versagen. Rektor Urban Brändle sieht hier ein Defizit der Schüler im Blick auf die Konzentrationsfähigkeit. Dazu gilt es, dass Wirtschaft und Politik die Ziele für die schulische Entwicklung gemeinsam neu definieren.

Eine Anregung aus der Ratsrunde will die Stadtverwaltung kurzfristig umsetzen: die Schule sollte von der Straße aus als solches noch besser erkennbar sein – es wird ein entsprechendes Schild mit Schullogo und evtl. auch einem Aushangkasten aufgestellt.

Abschließend gilt es festzuhalten, dass der Schrozberger Rektor den Alltag an der Schule wie auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung als Schulträger als toll empfindet. So sollte das möglichst auch bleiben.