Sitzungsberichte

22. 4. 2018
Gemeinderat zu Gast bei der Firma HAKRO

Gemeinderat zu Gast bei der Firma HAKRO

Auf Einladung von Carmen Kroll und Thomas Müller, den beiden Geschäftsführern der Firma HAKRO in Schrozberg, kamen die Schrozberger Stadträte am Mittwoch im Logistikzentrum des Textilunternehmens im Schrozberger Industriegebiet zusammen.

Nachdem dort in den vergangenen Jahren regelmäßig und im großen Stile gebaut sowie investiert wurde, war das doch auch mal für den Gemeinderat einen Blick hinter die Kulissen wert. Das Gebäude sieht von außen aus wie ein großer Schuhkarton – und im Inneren findet man dann tatsächlich sehr viele Kartons mit Ware, denn nahezu täglich bringen LKW´s Textilien aus der Türkei, Bangladesch oder auch aus China nach Schrozberg, wo die Textilien der Marke HAKRO-Activeweare hauptsächlich produziert werden. Egal ob T-Shirt´s, Poloshirts, Sweatshirts, Kapuzenjacken und seit neuestem auch Hemden, all das wird bei HAKRO in Schrozberg umgeschlagen. Die Anlieferungen werden nach ausführlicher Qualitätsprüfung in den Hochregallagern verstaut. Die große Lagerkapazität, die durch den letzten Bau quasi verdoppelt wurde, ist notwendig, weil die Lieferzeiten aus den Produktionsländern teilweise bis zu 8 Monate betragen. Um trotzdem alle noch so großen Kundenwünsche zeitnah erfüllen zu können, muss HAKRO große Lagerbestände vorhalten. Und da liegt wirklich einiges bereit. Mit einem ausgeklügelten EDV-System werden die Kundenwünsche aufbereitet und so zusammengestellt, dass die Warenkommissionierung möglichst rationell von statten geht. In speziellen Regalsystemen werden die einzelnen Artikel so sortiert, dass man nur noch Reingreifen braucht – die Fehlerquote dieser manuellen Auftragszusammenstellung, und darauf sind Carmen Kroll und Thomas Müller stolz, tendiert gegen Null.

Die Mitarbeiter sind dabei sehr gefordert, denn was angeliefert wurde, muss auch wieder raus – die Komissionierer sind da gut und gerne bis zu 8 Kilometer täglich unterwegs, bevor die Päckchen geschnürt und via DHL oder UPS zum Kunden unterwegs sind. Die zwischenzeitlich auf fast 80 Mitarbeiter angewachsene Belegschaft hat daher eine angenehme Atmosphäre für die Pausenzeiten bekommen und derzeit läuft zusätzlich eine Aktion zur Rückengesundheit mit einem Physiotherapeuten, die sehr gut bei der Belegschaft ankommt. Die Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeiter liegen den beiden Geschäftsführern sehr am Herzen.

Zum Kundenkreis der HAKRO gehören ausschließlich Textilfachhändler, die mit den Produkten aus Schrozberg ihre Produktpalette im Bereich Sport- und Berufsbekleidung, sowie Textilien für die Textilveredelung mit Druck und Stick abdecken.

Wichtig ist für Carmen Kroll und Thomas Müller die positive Entwicklung der Infrastruktur und damit der Attraktivität von Schrozberg. Das war ein Wunsch, den die Gemeinderäte aus dem Besuch mitnehmen sollten, denn auch künftig ist die Firma bei ihrem gesunden Wachstum auf neue Mitarbeiter angewiesen – und die kommen schon lange nicht mehr nur aus Schrozberg, sondern sogar aus Ludwigsburg oder München reisen einige Kollegen an.

Dass aber nicht nur das Wachstum wichtig ist, sondern auch soziale Aspekte immer mehr in den Vordergrund rücken, zeigen die Aktionen von HAKRO. Die Unterstützung des Schrozberger Stadtlaufes, der Crailsheimer Merlins mit der HAKRO-Arena in Crailsheim und auch des Kletterparks Langenburg sind Beispiele für Projekte in der Region. Mit der Harry Kroll Foundation engagiert sich die Firma nun auch im Ausland. Mit einem Waisenhausprojekt in Bangladesch und Impfaktionen werden die Standorte bzw. Mitarbeiter in den Produktionsstätten im Ausland besonders gefördert. Finanziert wird diese Arbeit über Einlagen von HAKRO direkt und auch von den Kunden, die z. B. anstatt Kundengeschenken an Weihnachten zu verschicken lieber für die Harry Kroll Foundation gespendet haben.

Bürgermeister Klemens Izsak bedankte sich namens der Gemeinderäte für die Einladung und die Erläuterungen zu den unübersehbaren Bauwerken und der Entwicklung der Firma. Er lobte dabei besonders den unternehmerischen Mut von Carmen Kroll und Thomas Müller, die bei aller Erweiterung nicht nur den schnellen Profit sehen, sondern ein nachhaltiges Firmenwachstum mit sicheren Arbeitsplätzen im Auge haben. Für Schrozberg ist die Firma HAKRO auch deshalb zu einem wichtigen Partner geworden. Seitens des Gemeinderates wurde auch künftig Kooperationsbereitschaft signalisiert – und vor allem ein Wunsch manifestiert: weiterhin eine gute Entwicklung und gute Geschäfte für die Firma HAKRO.