Sitzungsberichte

23. 4. 2018

Immer weniger Kinder in den Kindergärten

Bereits zu Beginn des Jahres zeigten die Zeichen darauf hin, dass die Kinderzahlen deutlich zurückgehen. Im katholischen Kindergarten waren die Kinderzahlen soweit rückläufig, dass dort die Größe von einer der beiden Gruppen auf eine Kleingruppe reduziert und damit auch das Fachpersonal entsprechend angepasst wurde.

Stand heute besuchen 137 Kinder die Schrozberger Kindergärten, es verfügt auch der evangelische Kindergarten noch über freie Plätze. Im Herbst wird ein starker Jahrgang in die Schule wechseln. Deshalb fand bereits ein Gespräch mit dem katholischen Kirchengemeinderat statt. Ansinnen der Stadtverwaltung und des Gemeinderates war, dass falls es aufgrund der zurückgehenden Kinderzahl das Gruppenangebot reduziert werden müsste, mit der katholischen Kirche entsprechende Verhandlungen geführt werden sollten. Dort wirkt sich der Rückgang am stärksten aus, da das Einzugsgebiet sich mehr in Richtung der neuen Baugebiete verlagert. Zudem ist die Reduzierung auch des notwendigen Personals am problemlosesten, da befristete Arbeitsverträge zum Sommer hin auslaufen. Ein weiteres Argument für den Gemeinderat ist die Beteiligung am Abmangel des katholischen Kindergartens, denn für die zweite Gruppe bezahlt die Stadt die verbleibenden Kosten zu 100 %.

Die Diskussion in der Sitzung drehtesich hauptsächlich um die Verlässlichkeit der vorliegenden Zahlen. Leider haben sich nämlich 11 Eltern nicht auf die Umfrage der Stadtverwaltung zurückgemeldet, mit der Eltern um Anmeldung ihrer Kinder für das kommende Kindergartenjahr gebeten wurden. Werden jetzt von den Korridorkindern, 12 an der Zahl, noch mehrere zurückgestellt, könnte es sein, dass zumindest zum Ende des Kindergartenjahres 2003/2004 ein Angebot mit nur 5 Gruppen für Schrozberg nicht mehr ganz ausreicht. Zudem möchte die katholische Kirche als Kindergartenbetreiber ihren jetzigen Kindergartenbetrieb so beibehalten. Die Spannungen, die es im vergangenen Jahr im Kindergarten gegeben hat, konnten ausgeräumt werden und das jetzige Team arbeitet vorzüglich zusammen. Auch die zahlreich zur Sitzung anwesenden Eltern unterstrichen, dass sie großen Wert auf eine Kontinuität in ihrem, dem katholischen Kindergarten legen.

Im Gemeinderat wurde deutlich, dass bei fehlenden Kinderzahlen reagiert werden muss. Die Stadt unternimmt erhebliche Anstrengungen im Kinder- und Jugendbereich. Angesprochen wurde der Kindergartenbau 1993, die Schulhauserweiterung sowie das Jugendhaus. Diese notwendigen Investitionen erfolgten, als die Kinderzahlen stark zunahmen. Deshalb muss es auch selbstverständlich sein, dass bei zurückgehenden Kinderzahlen eine Reduzierung des Angebots und damit auch der Kosten erfolgen muss.

Eine Entscheidung wurde allerdings vertagt bis Sicherheit über die Kinderzahlen im kommenden Kindergartenjahr vorliegen. In den kommenden Wochen findet die Schuluntersuchung durch das Gesundheitsamt statt. Dann besteht Klarheit über die tatsächlich zurückgestellten Kinder.