Sitzungsberichte

16. 1. 2018

Heizt die Stadt bald mit Hackschnitzel ??

Der Gemeinderat hat bereits in einer früheren Sitzung beschlossen, dass für die Beheizung der Schule die Einrichtung einer Hackschnitzelanlage eingerichtet werden soll, nachdem die jetzige Heizungsanlage nach mehr als 30 Jahren ausgetauscht werden muss. Ingenieur Günter Sausele aus Schmalfelden erläuterte die vorgesehenen Maßnahmen. Demnach wurde für die Hackschnitzelanlage ein entsprechender Förderantrag gestellt. Die Kosten belaufen sich auf rd. 438.000 €, hierfür kann es einen Zuschuss über 49.000 € geben. Wenn nun auch weitergehende Steuerelemente, Umwälzpumpen und anderen Technikteile ausgetauscht werden, belaufen sich die Gesamtkosten auf rd. 602.600 €. Hierfür kann es auch einen Zuschuss nach dem CO2 Einsparungsprogramm geben, die Zuschussgelder würden dann maximal 143.340 € betragen, so dass der Eigenanteil der Stadt rd. 460.000 € beträgt.

In der Diskussion im Gemeinderat ging es hauptsächlich darum, ob der Anschluss von Stadthalle und der neu geplanten Halle erfolgen muss oder ob bei der Entscheidung zu einer anderen Beheizung die Heizungsanlage, die dann nur für die Schule wäre, die Heizleistung überdimensioniert wäre. Ingenieur Sausele legte die Berechnungsweise offen. Der Wärmebedarf der drei Objekte wird durch die Heizungsanlage nur zu 90 % abgedeckt, was aber auch ausreicht, da der Wärmebedarf immer verteilt anfällt, nie ganz zur gleichen Zeit. Werden nun die Hallen nicht angeschlossen, müsste die Heizungsanlage für den Spitzenbedarf der Schule nahezu gleich dimensioniert werden, allerdings würde sich die Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht mehr so positiv darstellen, da Holz als Brennstoff wesentlich günstiger zu beschaffen ist. Darum ging es bei einer weiteren Anfrage: nämlich wo das Holz herkommen wird. Bürgermeister Izsak wies darauf hin, dass es Lieferverträge mit einem entsprechenden Anbieter geben soll, es erfolgt hierzu eine Ausschreibung.

Geplant ist der Tausch der Heizanlage für die Schule über die Sommerzeit. Deshalb soll nun bereits die Hackschnitzelheizung zunächst ausgeschrieben werden, damit die weitere Planung erfolgen kann. Es ist abhängig vom Hersteller, wie die Räume und die Holzbevorratung angelegt werden müssen, erst nach dieser Festlegung kann das Hackschnitzelsilo und die Fördertechnik geplant werden. Hierfür ist eine Baugenehmigung erforderlich. Deshalb legte der Gemeinderat fest, dass die Hackschnitzelheizung ausgeschrieben wird, damit nach Bewilligung der Zuschussgelder möglichst schnell begonnen werden kann ? denn der nächste Winter kommt bestimmt.