Sitzungsberichte

19. 4. 2018

Im Wald läuft alles planmäßig

Diese Aussage von Oberforstrat Friedrich Kirschstein ist keine Selbstverständlichkeit. Sind doch die Ereignisse im Wald oftmals von Schadensereignissen bestimmt. Bei der allgemeinen Waldsituation war positiv, dass der erwartet hohe Schadholzanfall durch Borkenkäfer im Sommer/Herbst 2002 ausgeblieben ist. Die Gründe hierfür sind strikte Waldhygiene, das heißt das sofortige Aufarbeiten befallener Bäume und das nasskalte Wetter. Ebenfalls wurde landesweit mehr Fichtenholz aus Nasslager eingeschnitten, als geplant. Dies führt zu einer steigenden Nachfrage nach frischem Fichtenholz und damit auch besseren Preisen. Der Boom der Vorjahre ist stark rückläufig, dafür ist die Nachfrage nach gutem Eichenstammholz groß. Positiv hob er auch die wachsende Bedeutung von Energieholz bei Waldbesitzer und Kommunen vor. Insbesondere lobte er den Gemeinderat für seine Entscheidung in der Schule eine Hackschnitzelheizung einzubauen. Negativ ist der Zustand des Waldes insgesamt. Die deutlich geschädigte Waldfläche beträgt nach wie vor 24 %. Es gibt zwar rückläufige Schwefeleinträge, aber hohe Stickstoffeinträge und dadurch das Problem der zunehmenden Boden- und Gewässerversauerung.

Forstoberinspektor Udo Hauber vom Forstrevier Blaufelden erläuterte die im Stadtwald 2002 durchgeführten Maßnahmen. Es wurden 290 fm geerntet. Davon alles als planmäßiger Einschlag. Es wurden einige Fichten gepflanzt, um die Christbaumversorgung für die Stadt auch in den kommenden Jahren sicherzustellen. Ebenfalls wurde eine kleine Jungbestandspflege durchgeführt.

2003 sind 280 fm Einschlag vorwiegend an Fichten vorgesehen. Es ist eine kleine Jungbestandspflege und die Pflege der Christbaumkultur in der Striet geplant. Zäune sind im Stadtwald keine mehr vorhanden. Das Jahr 2002 hat anstatt eines geplanten Zuschussbedarfes von 11.400 € einen Überschuss von 2.000 € ergeben. Hauptverantwortlich ist dabei, dass der Bucheneinschlag im Eichelberg im Dezember 2001 gemacht wurde. Der Verkauf des Holzes aber erst 2002 möglich war.

Für 2003 sieht der Haushaltsplan Einnahmen von 5.600 € und Ausgaben von 14.000 € vor. Der Gemeinderat hat diesem Plan einstimmig zugestimmt.