Sitzungsberichte

22. 1. 2018

Neue Halle wird gebaut

Mit den Gegenstimmen der Wahlgemeinschaft für Jedermann hat der "alte" Gemeinderat in einer letzten Sitzung den Bau einer neuen Mehrzweckhalle auf den Weg gebracht. Über dieses Großprojekt wird schon seit über 15 Jahren diskutiert, allerdings war der Wunsch lange Zeit auf Eis gelegt. Erst durch die Veräußerung der EnBW-Aktien, durch die Schrozberg unerwartet zu 3,5 Mio € gekommen ist, kam die Überlegung zum Bau einer Halle wieder auf.

2001 wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt und die Planungsvariante des Büros Müller/Seeberger als Sieger ausgelobt. Bei dieser Variante wird die neue Halle an den Baukörper der bestehenden Halle angeschlossen, wobei der Hartplatz dabei überbaut wird. Dieser Platz ist nach 30 Jahren sowieso abgewirtschaftet und in einem schlechten Zustand. Als Substitut wurde daher ein Kunstrasenplatz oberhalb des Rasenplatzes angelegt.
Aufgrund der günstigen Zuschusssituation wurde auch der in der Gesamtplanung enthaltene "Zentrale Omnibusbahnhof" bereits realisiert.

Für das Großprojekt "Halle" hat die Stadtverwaltung bereits verschiedene Zuschussanträge, auch aus dem Förderprogramm ?Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum?, die im letzten Jahr wegen der noch laufenden Stadtsanierung abschlägig beschieden wurden. Erst jüngst hat nun die Stadtverwaltung den Förderbescheid für den neu gestellten Antrag erhalten. Danach stellt sich nun die Finanzierung wie folgt dar:
Bei 884.100 € Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm sowie 780.000 € aus dem Ausgleichstock, die ebenfalls bereits bewilligt sind, bleiben rd. 2,2 Mio. € zur Finanzierung aus dem Haushalt der Stadt Schrozberg übrig. Damit bleiben also noch mehr als 1 Mio. € aus dem Aktienerlös.

Die Wahlgemeinschaft für Jedermann möchte zwar auch, das der unerwartete Geldsegen aus dem Aktienverkauf nicht einfach nur zur Schuldenreduzierung verwendet wird, sähe das Geld aber besser angelegt, wenn damit die Ortsdurchfahrt gerichtet und die gewerbliche Entwicklung im Ortskern unterstützt würde. Sie sehen die Folgekosten aus Unterhaltung und Betrieb einer neuen Halle nicht gedeckt und einen tatsächlichen Bedarf für zusätzliche Hallenflächen zukünftig rückläufig.
Für die Freien war der Baubeschluss nur obligatorisch, da der bisherige Diskussionsverlauf sowie die Beschlusslage genau darauf hingezielt haben. Allerdings war der Fraktion wichtig, dass bezüglich der weiteren Module für die Gestaltung der gesamten Platzsituation zwischen Schule und Halle der Planung von Architekt Hauenstein zugewartet wird. Über diese Planung gab es konträre Meinungen und eine Realisierung müsste noch ausführlich diskutiert werden.

Der weitere Fahrplan soll jetzt ohne großen Zeitdruck angegegangen werden. Bürgermeister Klemens Izsak erhofft sich von einer Ausschreibung mit langen Kalkulationsfristen über den Herbst und Winter gute Ausschreibungsergebnisse. Der eigentliche Bau soll dann im nächsten Jahr losgehen.