Sitzungsberichte

26. 4. 2018

2005 doch besser als erwartet, Finanzzwischenbericht positiv

Gute Nachrichten für die Gemeinderäte brachte der Zwischenbericht für das Haushaltsjahr 2005, den Stadtkämmerin Kloß auf Grundlage der Buchhaltungszahlen Stand August mit Prognose der Entwicklung bis zum Jahresende erstellt hat.

Bei den Haushaltsplanberatungen gab es große Diskussionen wegen der schlechten Finanzsituation im Jahr 2005. Es wurden alle möglichen Varianten durchgespielt, wie man die Ansätze noch verbessern könnte, allerdings merkte das Stadtparlament schnell, dass Bürgermeister Klemens Izsak mit seiner Aussage „der Haushalt ist so gut wie ausgemostet“ Recht hatte. Die Erhöhung der Realsteuerhebesätze, die gewiss keine leichte Entscheidung bedeutete und doch mehrheitlich beschlossen wurde, war die letzte Möglichkeit, die Finanzen doch etwas aufzubessern.

Umso erfreulicher jetzt der Zwischenbericht, wo bei der Gewerbesteuer ca. 265.000 € mehr erwartet werden dürfen. Das Geld bleibt nicht ganz in der Stadtkasse, denn die Gewerbesteuerumlage erhöht sich damit zwangsläufig.

Weniger Ausgaben gab es im Bereich der Personalausgaben zu verzeichnen. Rd. 65.000 € resultieren aus Einsparungen bei Verwaltung, Schule und insbesondere bei den Kindergärten, da durch die Bedarfsplanung 2005/2006 insgesamt fast zwei Gruppen weniger benötigt werden.

Unter Berücksichtigung weiterer Veränderungen, die in der Summe ebenfalls positiv wirken, rechnet Stadtkämmerin Kloß mit einer Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt von rd. 320.000 €, im Plan standen noch 49.000 €!

Im Vermögenshaushalt sind die Verschiebungen ebenfalls gravierend. So werden die Ansätze für die Abwassermaßnahmen Kreuzfeld und Reupoldsrot sowie Mörike-, Silcherweg und Uhlandstraße gestrichen werden, da es keine Fördermittel vom Land gab.
Dafür sind die Ausgaben für die Klärschlammkonzeption der Stadtwerke Crailsheim nicht im Plan veranschlagt gewesen. Ebenfalls positiver war die Ersatzbeschaffung für die Drehleiter der Feuerwehr Schrozberg im Plan enthalten, die beantragte Ausgleichsstockförderung wurde abgelehnt.

Ganz so positiv wie im Verwaltungshaushalt sehen die Zahlen im Vermögenshaushalt nicht aus. Trotz einer um mehr als 270.000 € besseren Zuführung ist nach Ausschöpfen des genehmigten Kreditrahmens noch zusätzlich die Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage mit rd. 170.000 € erforderlich.

Allerdings ist das Jahr noch nicht um, die tatsächliche Entwicklung kann die Zahlen noch positiver aussehen lassen, genauso kann es aber auch noch Abweichungen in die andere Richtung geben. Unsicherheitsfaktoren wie die Gewerbesteuereinnahmen oder auch Kosten aus Rechtsstreitigkeiten, die aus einigen Abwassermaßnahmen mit einer Baufirma anhängig sind, können die bis jetzt positiv zu sehende Entwicklung ins Gegenteil verkehren.

Zu unserem Bild:
Ohne Förderung aus dem Ausgleichstock, allerdings mit erhöhter Fachförderung kann die Stadt Schrozberg die Ersatzbeschaffung für die Drehleiter bewerkstelligen.