Sitzungsberichte

16. 12. 2017
Bebauung Molkereiareal
Bebauung Molkereiareal

Bebauung Molkereiareal

Für das Molkereiareal wurde nach der Umsiedlung des Molkereibetriebes im Jahr 1996 in das Industriegebiet ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Der Sieger des Wettbewerbs war die Architektengemeinschaft um Frank Prochiner, der die bereits umgesetzte Platzgestaltung sowie die künftige Bebauung des Areals dann auch geplant hat. Seither wurde auf dem freigewordenen Gelände nur ein Wohn- und Geschäftshaus durch die Fa. Ströbel, Spielbach, gebaut. Schon diese gebauten Wohnungen ließen sich durch den Rückgang der Nachfrage nach Miet- und Eigentumswohnungen nur sehr schleppend veräußern. Weitere Bauprojekte liefen aus eben diesem Grund gar nicht an, so konnten die auf dem übrigen Gelände vorgesehenen Mehrfamilienhäuser mit eventueller Geschäftsnutzung nicht realisiert werden.

Vor gut einem Jahr ist deshalb Architekt Prochiner auf die Stadtverwaltung zugegangen. Sein Interesse galt dem freien Gelände, auf dem er sich auch eine reine Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern in Reihenhausbauweise vorstellen könnte. Bei einer solchen Nutzung zeigte auch die Fa. Ströbel aus Spielbach Interesse. In der letzten Sitzung stellten deshalb die Fa. Ströbel sowie die Fa. Holzbau-Bauer aus Gröningen, Partner von Architekt Prochiner, ihre Konzepte vor. Bei beiden Vorstellungen war die Reihenhausbauweise gleich. Unterschiede sind die Ausführungen der Häuser, die bei der Fa. Ströbel in Massivbauweise erfolgen würde, bei der Fa. Holzbau-Bauer in Holz, wobei die Außenfassade dabei genauso in verputzter Form gedacht wäre. Für Architekt Prochiner wäre auch eine gemischte Bebauung denkbar, wobei das für den Reihenhausbereich nicht so zuträglich wäre, wohl aber für das anschließende Gebäude zum schon bestehenden Wohn-/Geschäftshaus ohne Probleme denkbar wäre.

Konkrete Interessenten hat keine der beiden Baufirmen, sie würden nach entsprechender Entscheidung durch den Gemeinderat in die Werbung gehen und nach Bauwilligen suchen. Klar war auch bei beiden Vorstellungen, dass immer ein Reihenhauskomplex zusammen erstellt werden sollte, zumindest teilweise. Dabei sollen die Häuslesbauer das Grundstück jeweils einzeln von der Stadt erwerben, auf denen dann das Haus gebaut würde. Die Stadt müsste also jeweils eine Option für das Areal einräumen, damit die Baufirmen eine Verlässlichkeit haben, ein Verkauf vorab ist nicht gedacht.

Die Gemeinderäte interessierte das Aussehen der Gebäude, was wegen der zweigeschossigen Bebauung entlang der Badtorstraße ähnlich sein sollte. Auch der Preis der Bauobjekte im Blick die Vermarktungsmöglichkeit war ein Punkt, nach dem gefragt wurde. Der wichtigste Punkt war aber für die Gemeinderäte, dass trotz allmählicher Bebauung ganz nach dem Kundenwunsch die Einheitlichkeit der Häuser, zumindest nach außen hin gewahrt bleibt. Dies konnten beide Baufirmen versprechen.

In der Sitzung war nur die Vorstellung mit kurzen Rückfragen der Gemeinderäte vorgesehen. In einer der nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat noch ausführlich mit dem Thema beschäftigen – und dann die Entscheidung treffen, ob man nun eine alternative Bebauung entgegen der ursprünglichen Planung zulässt oder in Kauf nimmt, dass das Gelände im anderen Fall noch Jahre ungenutzt bleibt.