Sitzungsberichte

16. 12. 2017
Kindergartenplätze werden reduziert
Kindergartenplätze werden reduziert

Kindergartenplätze werden reduziert

Auch in Schrozberg macht die allgemeine demografische Entwicklung nicht halt. Das Kindergartenjahr 2005/2006, das derzeit im Rahmen der im neuen Kindergartengesetz vorgeschriebenen Bedarfsplanung betrachtet wird, bringt diese Wahrheit an´s Tageslicht: es fehlt an Kindern für alle zur Zeit im Stadtgebiet vorhandenen Gruppen.

Im Kindergarten Bartenstein-Ettenhausen bleibt alles beim Alten. Dort gibt es eine Gruppe mit Vormittagsöffnungszeiten. Die Kinderzahlen bleiben dort konstant, der eingruppige Betrieb soll deshalb auch weiterhin wie gehabt beibehalten werden.

Aber in Leuzendorf werden es drastisch weniger Kinder. Bis zum Ende des jetzt laufenden Kindergartenjahres besuchen noch rund 70 Kinder den Kindergarten, der in 3 Gruppen für 80 Kinder Platz bietet. Zum neuen Kindergartenjahr wird mehr als eine Kindergartengruppe eingeschult, doch für das neue Kindergartenjahr kann man nur noch mit etwas mehr als 10 Anmeldungen rechnen. Das führt dazu, dass zum Ende des Kindergartenjahres 2005/2006 nur noch Kinder für 2 Gruppen im Kindergarten wären. Es bleibt daher in Zeiten knapper öffentlicher Kassen nur die Konsequenz, das Platzangebot zu reduzieren. Der Forderung der Kindergarteneltern nach zusätzlichem Personal über die Normalbesetzung hinaus kann erfüllt werden, zumindest für das kommende Kindergartenjahr konnte die Verwaltung eine zusätzliche Praktikantin finden.

Auch in Schrozberg, sinkt die Kinderzahl weiterhin. Bereits vor zwei Jahren wurde im katholischen Kindergarten eine Gruppe von 28 auf 10 Plätze reduziert. Doch die Kinderzahlen gehen so weit zurück, dass man auf eine der im Hauptort vorhandenen 6 Gruppen mit derzeit 147 Plätzen gänzlich verzichten könnte. In einem Vorgespräch aller Beteiligten einigte man sich darauf, dass im städtischen Kindergarten ebenfalls eine Gruppe zur Kleingruppe reduziert wird. Diese Lösung bringt die gleichen Einspareffekte, wie wenn eine Gruppe insgesamt geschlossen würde, bietet aber Vorteile im Blick auf einen sinnvollen Personaleinsatz in allen Kindergärten.

Diese Entwicklung wurde bereits vor geraumer Zeit so vorausgesehen. So wurden Arbeitsverträge mit dem Personal in Leuzendorf und im katholischen Kindergarten nur befristet abgeschlossen. Die Gruppenschließungen haben deshalb keine Kündigungen zur Folge, die Arbeitsverträge müssen allerdings entsprechend der vereinbarten Befristung auslaufen. Im übrigen laufen zwischen der Stadtverwaltung und der katholischen Kirchengemeinde Gespräche im Blick auf die Übernahme einer Erzieherin.

Die Diskussion im Gemeinderat war nur sehr kurz, der eingeschlagene Lösungsweg stieß bei allen Beteiligten auf Zustimmung. Besonders positiv äußerten sich die Fraktionen auch über die Vorspräche, die mit Kirchen und Kindergärten zusammen sehr zielorientiert geführt wurden.

Künftig wird der Kindergartenbetrieb in Leuzendorf also zweigruppig weitergehen, in Schrozberg gibt es dann im katholischen wie auch im städtischen Kindergarten ein verringertes Platzangebot, in der Kleingruppe werden jeweils bis zu 10 Kinder von einer Erzieherin betreut.