Sitzungsberichte

26. 4. 2018

Bau der neuen Halle geht bald los

Ein Großprojekt, das Stadtverwaltung und Gemeinderat in Schrozberg nun schon über Jahre beschäftigt, geht nun in die Realisierungsphase. Möglich wurde dieser Neubau einer Sporthalle erst durch den glücklichen Umstand, dass die EnBW-Aktien noch gut veräußert werden konnten. Mit Förderung aus dem ELR-Programm und dem Ausgleichstock wird die Großmaßnahme mit einem Investitionsvolumen von rd. 3,86 Mio. € für Schrozberg finanzierbar, die Förderquote liegt bei 43 %.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Schrozberger Gemeinderat etliche Gewerke zum Bau der neuen Halle vergeben. Am 14. Februar war der große Submissionstag auf dem Rathaus in Schrozberg. Bis zur Sitzung hat das Architekturbüro Schöne – Seeberger - Müller aus Schwäbisch Gmünd, das 2001 den Architektenwettbewerb gewonnen hatte, zusammen mit den Fachplanern, das Büro Göggerle aus Crailsheim und Sausele aus Schmalfelden, die Ergebnisse der Ausschreibung zusammengestellt.

Diskussionen im Gemeinderat gab es hinsichtlich eines Nebenangebotes bei den Oberlichtern beim Hallendach. Der Gemeinderat hat hier ein Nebenangebot über eine günstigere Ausführung zugelassen, die aber nach Einschätzung des Architekten Müller qualitativ gleichwertig wäre. Die Kostenersparnis liegt hier bei rd. 36.000 €.

Bei der Ausstattung der Sportgeräte war Meinung im Gemeinderat, dass dies zunächst im eingesetzten Bauausschuss diskutiert werden sollte. Bürgermeister Klemens Izsak wies darauf hin, dass die Ausstattung zusammen mit den Vereinen und der Schule festgelegt wurde. Dies war so erforderlich, da bereits beim Rohbau, insbesondere aber auch aus statischen Gründen festzulegen ist, welche Geräte wo eingebaut werden sollen. Dem Gemeinderat leuchtete diese Erklärung schnell ein.

Bezüglich der elektrischen Ausstattung gab es weiteren Diskussionsstoff. Aufgrund eines unvollständigen Angebotes musste die Eingabe eines örtlichen Elektrikers unberücksichtigt bleiben. Die trotzdem vorgenommene Prüfung ergab, dass dieses Angebot bei den insgesamt 12 Angeboten im Mittelfeld liegt. Weiter bestand Skepsis im Gremium, dass unnötige oder nur schwer bedienbare technische Spezifikationen eingebaut werden. Architekt Müller verwies darauf, dass nicht alle Details endgültig entschieden sind. So kann beispielsweise bei der Beleuchtung die letztgültige Entscheidung erst nach einer entsprechenden Beleuchtungsprobe fallen, dies wird dann Aufgabe des eingesetzten Bauausschusses sein.

Im Bauausschuss, der seitens der Freien Wähler im Zuge der Haushaltsplanberatungen angeregt wurde, sitzen neben dem Bürgermeister, dem städtischen Bauamtsleiter Thomas Pöschik, dem Architekturbüro und den Fachplanern folgende Gemeinderäte:
Für die Freien Wähler die Stadträte Rolf Grübel und Walter Vogt mit den Stellvertretern Friedrich Wunderlich und Friedrich Schuch.
Für die CDU die Stadträte Karl-Heinz Deeg und Rainer Dümmler mit den Stellvertretern Armin Brauns und Lothar Mühlenstedt.
Für die SPD Stadtrat Armin Bönisch mit dem Stellvertreter Erich Wollmershäuser.
Die WfJ, die bisher gegen den Bau der Halle votiert hatte, konnte in der Sitzung nicht festlegen, ob sie im Ausschuss mitarbeiten will. In der Zwischenzeit hat sich Stadtrat Jürgen Gierke zur Mitarbeit bereit erklärt,.

Insgesamt wurden 13 Gewerke ausgeschrieben und in der Sitzung vergeben. Die Summe der Vergaben bleibt um rd. 4 % unter der Kostenberechnung, die immerhin 2 Jahre zurück liegt. Die gravierendste Abweichung nach oben ergab sich beim Gewerk Erd-, Mauer-, Beton- und Stahlbauarbeiten, bei dem die berechneten Kosten um rd. 27.000 € überschritten wurden. Grund dafür ist die außergewöhnliche Entwicklung beim Stahlpreis. Die Einsparungen bei den übrigen Gewerken bleiben aber alle, teilweise deutlich unter der Kostenberechnung.

Vergeben wurden:

  • Erd-, Beton- Mauer- und Stahlbauarbeiten zum Angebotspreis von 656.983,55 € an die Fa. Pümmerlein aus Insingen.
  • Holzbauarbeiten zum Angebotspreis von 220.192,83 € an die Fa. Klöpfer aus Schrozberg
  • Dachabdichtung und Trapezblecharbeiten an die Fa. Hofmann, Flachdach GmbH aus Lauda-Königshofen zum Angebotspreis von 154.039,04 €, wobei sich hier der Gemeinderat noch für ein Nebenangebot, das rd. 5.000 € günstiger ist, entscheiden kann.
  • Gerüstbauarbeiten an die Fa. Rossaro Ausbau GmbH aus Aalen zum Angebotspreis von 18.881,90 €
  • Dachoberlichter an ein Nebenangebot der Fa. Lamilux aus Rehau zum Angebotspreis von 30.034,38 €, das um rd. 36.000 € günstiger war, als die vorrangig ausgeschriebene Ausführung.
  • Aufzugsanlage an die Fa. ThyssenKrupp aus Flein zum Angebotspreis von 37.584 €. Der Aufzug wird so ausgelegt, dass auch die Bestuhlung insbesondere die Tischwagen damit befördert werden können.
  • Sportgeräte an den einzigen Bieter, die Fa. Erhard Sportgeräte aus Rothenburg zum Angebotspreis von 69.499,54 €. Das Angebot wurde im Vergleich zu anderen Projekten geprüft und blieb zudem im Rahmen der Kostenberechnung.
  • Elektroinstallationsarbeiten zum Angebotspreis von 189.380,06 € an die Fa. Lauchs Elektrotechnik GmbH aus Schnelldorf.
  • Blitzschutzanlage an die Fa. MBE Hildebrand & Binger GbR aus Ravensburg zum Angebotspreis von 2.030 €.
  • Sanitäre Installation an die Fa. Hieber AG aus Weikersheim zum Angebotspreis von 63.497,93 €.
  • Raumlufttechnik an die Fa. Wurzinger GmbH aus Schnelldorf zum Angebotspreis von 129.104,77 €. Bei diesem Gewerk wurde auch die aus Gewährleistungsgründen notwendige Wartung für die Dauer von 4 Jahren mit abgefragt. Auch unter Berücksichtigung dieser Kosten war die Fa. Wurzinger die günstigste Bieterin.
  • Heizungsanlage an die Fa. Hieber AG, Weikersheim zum Angebotspreis von 73.641,75 €.
  • Die Vergabe der rechtlich notwendigen Sicherheits- und Gesundheitsorganisation erfolgte zum Teil an die Fa. Diez, Wettringen. Allerdings werden die notwendigen Kontrollen auf der Baustelle durch das städtische Bauamt vorgenommen. Die Angebotskosten mit 8.276,60 € lassen sich so noch reduzieren.