Sitzungsberichte

16. 12. 2017

Krankenhausabschluss 2003 nicht so erfreulich

Das letzte Betriebsjahr für das Städtische Krankenhaus Schrozberg vor der Schließung war das Jahr 2003. Es zeigte sich schon im Laufe des Jahres ein deutlicher Rückgang der Belegung, was gleichbedeutend ist mit dem Ausbleiben der Einnahmen. Es verblieb am Jahresende ein Verlust von rd. 14.700 €. Für das Stadtoberhaupt ist das alles in allem noch ein ganz zufrieden stellendes Ergebnis, denn der Rückgang der Belegung allein hätte zu Ausfällen von rd. 70.000 € geführt. Dies konnte durch Einsparungen bei den Ausgaben insbesondere, soweit arbeitsvertraglich möglich, bei der Position Personalausgaben wie auch den Ausgaben für medizinischen und wirtschaftlichen Bedarf ein Stück weit aufgefangen werden.

Der Gemeinderat trug den Verlust auf neue Rechnung vor. Im Geschäftsjahr 2004 fällt dann noch die Restabwicklung des Krankenhausbetriebes an.

Bei der Diskussion wurden weitere Punkte angesprochen. So musste die Stadtverwaltung einen Großteil der Pauschalmittel an das Land zurückzahlen. Diese Mittel werden allen Krankenhäusern für kleinere Investitions- und Beschaffungsmaßnahmen jährlich entsprechend der genehmigten Bettenzahl zugestanden. Nachdem schon längere Zeit das Aus für das Schrozberger Krankenhaus feststand, wurden diese Mittel nicht mehr zweckentsprechend verwendet, in der Bilanz ein Posten mit rd. 443.850 €. Seitens des Landes wurde zwar in Aussicht gestellt, dass mit diesen Geldern die weitere Nutzung des Gebäudes gefördert werden kann. Nachdem aber nach wie vor kein konkretes Konzept vorliegt, forderte das Land nun einen Teil dieser Gelder zurück.

Derzeit nutzt der in Schrozberg ansässige HNO-Arzt Dr. Bernhard Eistert einen Teil des Erdgeschosses für ambulante Operationen. Dies kann, solange sich keine andere Verwendung dieser Räume abzeichnet, auch so bleiben.