Sitzungsberichte

21. 4. 2018
Ehepaar Kirschstein
Ehepaar Kirschstein

Ehepaar Kirschstein wird Schrozberg verlassen

Bedingt durch die Veränderungen der Verwaltungsreform und den daraus resultierenden Wegfall des Forstamtes Schrozberg – die Mitarbeiter sind zum 01.01.2005 zu anderen Dienststellen gewechselt – wird auch Oberforstrat Friedrich Kirschstein künftig in Schwäbisch Hall als stellvertretender Leiter des neuen Kreisforstamtes seinen Dienst tun. Aus diesem Grund wird das Ehepaar Dr. Birgit Kirschstein-Gamber und Friedrich Kirschstein in Bälde dorthin umziehen.

Bürgermeister Izsak nutzte die Anwesenheit der Forstleute bei der letzten Sitzung auch dazu, um dem Ehepaar alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Friedrich Kirschstein stand dem seit 1955 in Schrozberg befindlichen Forstamt ab dem Jahre 1985 voran. Das Stadtoberhaupt lobte die Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung als unkompliziert und hervorragend. Gerade durch die Flurbereinigung fand man zusammen Möglichkeiten, das neue Wegenetz für Forst, Landwirtschaft und Freizeit sinnvol anzulegen. Doch Kirschstein war nicht nur leidenschaftlicher Forstmensch, auch für den Naturschutz verkämpfte er sich. So war er lange Jahre Naturschutzbeauftragter für die hiesige Gegend.

Seine Ehefrau Dr. Birgit Kischstein-Gamber, Dipl.-Bibliothekarin von Beruf, hat in Schrozberg nicht nur gelebt, sondern nachhaltig gewirkt. Sie war von Anfang an ortsgeschichtlich interessiert. Angefangen hat ihre Arbeit mit dem Arbeitskreis Haushaltungsschule, der viele Aktivitäten veranstaltet hat. Zum 50. Jahrestag des Kriegsendes brachte sie dann das Heft „Wider das Vergessen“ heraus.
Am Heimatbuch Schrozberg, das 1999 herauskam, hat sie an ganz verantwortlicher Stelle mitgearbeitet, nämlich im Redaktionsteam. Sie hat nicht nur geschrieben, sondern auch organisiert, motiviert, recherchiert, mit Autoren schon mal Texte gekürzt – also keine leichte Aufgabe, die Frau Dr. Kirschstein-Gamber über mehrere Jahre beschäftigt hat.
Ihr besonderes Interesse gilt der Geschichte von Häusern, wer hat dort gelebt, wie hat sich das im Laufe der Jahre verändert – von ihr stammt auch eine Dokumentation über die Geschichte des Messerschmidt-Hauses.
Ihr jüngstes, aber vermutlich auch ihr letztes Werk in Schrozberg ist die Einrichtung einer Dauerausstellung der Haushaltungsschule im Rathaus, die durch den Betrieb der Bildungseinrichtung „Akademie sha-z“, wo auch heute wieder, wie damals schon, Bildung und Wissen vermittelt werden, eine besondere Bedeutung bekommen hat.

Bürgermeister Klemens Izsak dankte dem Ehepaar Kirschstein für ihr Engagement in Schrozberg, sowohl im Wald wie auch im Ort. In der Geschichte Schrozbergs wird die Handschrift beider noch lange fortwirken. Mit einem Bild des Schrozberger Schlosses soll die Erinnerung an die Schrozberger Zeit jung bleiben – so wünschte das Schrozberger Stadtoberhaupt den Kirschsteins für ihre Zukunft alles Gute.