Sitzungsberichte

24. 1. 2018

Kindergartengebäude in Bartenstein-Ettenhausen wird verkleinert

Schlechte Nachrichten brachte Bürgermeister Klemens Izsak aus Stuttgart mit, denn das Regierungspräsidium prophezeit schlechte Aussichten für eine Förderung aus dem Ausgleichstock für die in der letzten Sitzung vom Gemeinderat beschlossene Sanierung des Kindergartengebäudes in Bartenstein-Ettenhausen. Hauptproblem ist dabei das vorhandene zu großzügige Raumangebot. So sind für den Kindergarten zwei große Gruppenräume und ein Mehrzweckraum – und die ehemalige Schulküche zur Verfügung. Verschiedene Nebenräume wurden seit der Schießung der Schule nicht mehr genutzt.
Deshalb haben sich die Ortsvorsteher und Ortschaftsräte von Bartenstein, Ettenhausen und Riedbach zusammen mit der Stadtverwaltung Lösungsvarianten überlegt. Architektin Steffi Baumgartl-Müller musste auch nochmals ran und einen Plan ausarbeiten, der einen Teilabriss vorsieht, bei dem der jetzt als Kindergarten genutzte Teil des Gebäudes erhalten bliebe. Die Hälfte der jetzigen Gebäudehülle würde aber fallen. Die dabei wegfallenden Gemeinschaftsräume fänden im Erdgeschoss unter dem Kindergarten Platz. Zudem ließen sich die Außenanlagen etwas großzügiger gestalten.
Zu den Kosten konnte die Architektin noch keine detaillierten Angaben machen. Vorgesehen waren knapp unter 500.000 € für die Sanierung. Das wird jetzt durch die Verkleinerung des Gebäudes zwar günstiger, allerdings kommen die Abbruchkosten sowie der Aufwand für neue Außenanlagen und Änderungen innerhalb des Gebäudes wieder dazu. Unterm Strich wird nicht nur der Umbau günstiger werden, sondern insbesondere die Folgekosten in der Zukunft.
Die Ortschaftsräte folgten – wenn auch schweren Herzens – diesem Vorschlag. Im Gemeinderat wurden noch Überlegungen angestellt, wie es wäre, einen Kindergartenneubau als Anbau an der Mehrzweckhalle in Bartenstein zu realisieren. Letzten Ende kam aber auch dieses Gremium überein, das bisherige Gebäude weiter zu nutzen, denn auch bei einem Neubau anderer Stelle bliebe das jetzige Gebäude im Besitz der Stadt. Zudem plädierte der Ettenhausener Ortsvorsteher Karl-Heinz Schürger für eine Lösung, bei der auch noch Gemeinschaftsräume für die Bürger in Ettenhausen bleiben. Klar war aber auch, dass eine Finanzierung der „großen“ Lösung ohne die Förderung über den Ausgleichstock nicht umsetzbar ist.
Mit den Enthaltungen der SPD-Fraktion segnete der Gemeinderat das weitere Verfahren so ab. Jetzt wird Architektin Steffi Baumgartl-Müller die Planunterlagen ändern und dann kann die Stadtverwaltung den abgespeckten Finanzierungsantrag dem Regierungspräsidium vorlegen.