Sitzungsberichte

24. 1. 2018

Heimischer Wald hat sich etwas erholt

Dem heimischen Wald geht es wieder besser, das wollte Revierförster Udo Hauber dem Schrozberger Gemeinderat als positive Meldung mitbringen – und als der das vor ein paar Wochen dem Blaufeldener Gemeinderat vermeldete, hat es auch noch gestimmt. Zwischen den beiden Sitzungen wütete allerdings der Sturm „Kyrill“ und hat doch einiges an Schäden angerichtet. In unserer hiesigen Region fiel etliches an Sturmholz an. Eine erste Schätzung von Förster Udo Hauber für seine Waldflächen lag bei 500 Festmeter, zwischenzeitlich ist aber klar, dass die doppelte Menge an Sturmholz in den Wäldern liegt. Doch das ist noch nicht das eigentliche Problem:
In anderen Landstrichen Deutschlands wütete der Sturm noch schlimmer, so dass auch der Holzmarkt nachteilig beeinflusst wird – die Preise sind bereits um rund 5 – 10 €/ Festmeter gefallen. Im Moment allerdings gibt es mit den Holzabnehmern noch Vorverträge zu den alten Konditionen – wer also schnell sein Schadholz aufarbeitet, kann noch Glück haben.

Immer noch wütet der Borkenkäfer in den Fichtenbeständen, die es trotz aller negativen Voraussagen der früheren Jahre immer noch gibt. Auch im Stadtwald mussten 2006 deshalb 300 Festmeter eingeschlagen werden, die nicht vorgesehen waren. Trotzdem hat Förster Hauber auch die eingeplanten 250 Festmeter einschlagen lassen. Dadurch verbessert sich das Rechnungsergebnis und der Zuschussbedarf lag nur bei rund 3.600 €, im Plan standen noch 8.320 €. Für das neue Jahr genehmigte der Gemeinderat einen Zuschussbedarf von 8.990 €. Vorgesehen ist die Wiederaufforstung im Distrikt Zwerchholz bei Sigisweiler mit Tannen, die später als Christbäume Verwendung finden können, sowie Jungbestandspflege im Stadtwald bei Spielbach und Ettenhausen. Auf der Einnahmeseite stehen 5.320 €, die aus dem Einschlag von 260 Festmeter Holz erlöst werden sollen – allerdings wird das Holz nur dann auch gefällt, wenn keine Käferschäden beseitigt werden müssen.

Im Bereich der Forstverwaltung tut sich zurzeit einiges: Die Verwaltungsreform soll eine Effizienzrendite von 20 % bringen- Ziel der Forstverwaltung im Kreis sind sogar 25 %. Zudem soll die Forstverwaltung deutlich gestrafft werden. Derzeit gibt es im Kreis drei Forstbezirke, Ziel ist die Konzentration auf einen Standort mit einem zentralen Kreisforstamt

Erfreut berichtet der Forstfachmann Hauber von der diesjährigen Laubholzsubmission, die derzeit noch läuft. Die eingeschlagenen Stämme liegen alle auf dem Lagerplatz im Nonnenwald. Es sind 1.300 fm zusammen gekommen Bis zum 15. März können die Bieter noch ihre Angebote eingeben, dann kommt das Holz unter den Hammer. Die Forstfachleute werden in der nächsten Zeit Begehungen für Interessierte anbieten. Ungebrochen ist die Nachfrage nach Brennholz, so dass der Preis für Buchenbrennholz-Lang bei 48 €/Festmeter liegt – rückläufig ist das Interesse für die Aufarbeitung von Flächenlosen.

Einige Anfragen im Gemeinderat betrafen die Art und Weise, wie die Aufarbeitung bzw. die Rückearbeiten im Nonnenwald durchgeführt wurden. Aufgrund der nassen und frostfreien Witterung wurden die Rückegassen durch den Einsatz von schweren Maschinen sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, teilweise wurden diese Wege unpassierbar. Nachdem nur noch auf den markierten Rückegassen gefahren werden darf, gibt sich für die Flächenlösler ein Problem, denn dort, wo vorher der Rückeschlepper gefahren ist, wird in der nächsten Zeit kein anderes Fahrzeug mehr fahren können.