Sitzungsberichte

20. 4. 2018

Begleitende Maßnahmen zur Ortssanierung vorgestellt

Bereits im letzten Jahr, nämlich in der Septembersitzung hat der Gemeinderat über die Vorplanung von Architekt Armin Hauenstein zur Sanierung der Ortsdurchfahrt diskutiert. Die Kosten für die gesamten Maßnahmen liegen bei rd. 3,3 Mio. €. Die Stadtverwaltung hat dazu wie auch für die privaten Maßnahmen, die im Umfeld wünschenswerter Weise stattfinden sollten, einen Antrag zur Aufnahme in das Stadtsanierungsprogramm des Landes gestellt. 2008 wurde allerdings der Antrag abgelehnt, eine weitere Antragstellung für das Jahr 2009 läuft – dieses Verfahren war aber bereits im Vorfeld so angedeutet worden, da die Mittel für Stadtsanierung überzeichnet sind.

Nichts desto trotz sollten aber insbesondere die Planungen für die in Zusammenhang durchzuführenden Kanal- und Wasserleitungserneuerung weitergehen. Deshalb hat Ingenieur Werner Eissing vom planenden Büro Bürgel, Untermünkheim den Planungsstand erläutert.

Das Büro Bürgel hat zur Erhebung des Zustandes der Kanalstrecken eine Kamerabefahrung beauftragt. Das Ergebnis war ernüchternd, denn nahezu alle Kanäle sind in keinem guten Zustand und dort, wo es noch annehmbar wäre, sind die Kanäle überlastet und müssen größer dimensioniert werden. Bei der Wasserleitung gibt sich ein ähnliches Bild, seitens der Fachleute lautet die Empfehlung eindeutig : austauschen, wenn die Straße sowieso aufgerissen wird !!!

Die Kosten für die Maßnahmen schätzt der Fachmann auf 1.451.000 €, was für die Erneuerung der Kanäle anfällt und 1.082.000 € für den Austausch der Wasserleitung. Allerdings verteilen sich diese Kosten auf mehrere Abschnitte, denn die gesamte Maßnahme kann nur abschnittsweise umgesetzt werden Bürgermeister Klemens Izsak rechnet da in größeren Zeitdimensionen, so dass es bis zur Fertigstellung mal gut und gerne mehr als 10 Jahre dauern kann. Bei den Kosten für die Wasserleitung wäre zudem der Zweckverband Hohenloher Wasserversorgungsgruppe in der Pflicht.

Mehrere Wortmeldungen der Gemeinderäte bezogen sich auf den derzeitigen Zustand der Kanäle, den der Ingenieur Werner Eissing nicht schön reden konnte. Die Ausführung ist teilweise noch mit Rohren gemacht worden, die heute nicht mehr zulässig sind, ein Teil ist sogar noch ein Gewölbekanal. Die Anregung, auch in Schrozberg auf ein Mischsystem umzustellen, um so Oberflächenwasser nicht über die Kläranlage zu leiten, scheitert an der dichten Bebauung und die vielen Anschlüsse, die betroffen wären.

Zur Finanzierung kamen ebenfalls einige Einwürfe, doch bei einer abschnittsweisen Umsetzung würde sich die Finanzierungslast über einen längeren Zeitraum verteilen. Zudem sind bisher auch noch keine konkreten Maßnahmen beschlossen.

Der Gemeinderat billigte die vorgestellten Planungen – und nun heißt es wieder abwarten, wie über den Stadtsanierungsantrag entschieden wird.