Sitzungsberichte

26. 4. 2018

Finanzzwischenbericht ist ernüchternd

Seit Mai sieht in Schrozberg die Welt wieder anders aus – bisher zeigten alle Prognosen stetig nach oben, der wirtschaftliche Aufschwung spülte Geld in alle öffentlichen Kassen und auch in Schrozberg war Erleichterung spürbar. Doch mit 2 Gewerbesteuerbescheiden war alles vorbei – rd. 827.000 € mussten aufgrund von Veranlagungen zurück überwiesen werden. Seither ist die Stadtverwaltung dabei, Einsparungen bei den Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. So wurden noch übrige Etatansätze für die Straßenunterhaltung „eingefroren“, wobei die in der Juli-Sitzung des Gemeinderates beschlossene Oberflächenbehandlung an verschiedenen Straßen durchgeführt werden soll. Auch bei Unterhaltungsmaßnahmen an städtischen Gebäuden sowie bei der Straßenbeleuchtung soll eingespart werden. Glücklicherweise fallen andere Einnahmepositionen besser aus, als geplant. Nach der von Stadtkämmerin Carmen Kloß vorgelegten Hochrechnung wird aber die Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt um rd. 270.000 € geringer ausfallen.

Im Vermögenshaushalt gibt es auch einige Verschiebungen. So wurden Darlehen, bei denen die Zinsbindung auslief, aufgrund der positiven Entwicklung zu Beginn des Jahres außerordentlich getilgt. Weiterhin fielen – so wie jedes Jahr – unvorgesehene Arbeiten und Ausgaben an. Der Einsparvorschlag der Stadtverwaltung betrifft den Straßenbau der Gemeindeverbindungsstraße Könbronn – Herdwiesen, die Brückensanierung Heuchlingen sowie bei Regenrückhaltebecken – die Arbeiten werden auf das Jahr 2009 geschoben. Doch auch nach einer Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage bis fast an die Mindestgrenze bleibt vermutlich ein Fehlbetrag in den Büchern stehen. Bleibt abzuwarten, was die verbleibenden Monate des Jahres 2008 noch bringen und ob es vielleicht doch noch etwas Entlastung für den strapazierten Haushalt der Stadt Schrozberg geben wird ???