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Weichen für die Schulsozialarbeit an der Schule Schrozberg gestellt

Bereits im Bericht zur Jugendarbeit wurde die Schulsozialarbeit angesprochen. Ausführliche Informationen zum dem Thema Schulsozialarbeit lieferten Rektor Dieter Klein und Konrektor Achim Meindel.

Zunächst wurde auch seitens der Schule die enge Zusammenarbeit mit dem Güterschuppen hervorgehoben. Allerdings hat die Schule ein anderes Aufgabenfeld als der Güterschuppen. Während die Schule ein Muss ist, dürfen die Schüler/Jugendlichen den Güterschuppen besuchen.

Die Schule Schrozberg hat eine Schülerstruktur, die keine einheitliche Form erkennen lässt. Besonders in den unteren Klassen (Klasse 5 bis 8), aber auch schon in der Grundschule, gibt es schwierige Schüler, bei denen zusätzliche soziale Betreuung vorteilhaft wäre. Nicht allein die Pubertät, sondern problematische Familienverhältnisse, Migrationshintergründe und Alleinerziehende machen es den Schülern immer schwerer, ihre unterrichtlichen Aufgaben wahrzunehmen. Die Schule hat zwar in den vergangenen 10 Jahren ein Netzwerk von Hilfsmaßnahmen unter dem Motto „Schule gegen Gewalt“ aufgebaut (Arizona-Modell, Modell-Faustlos, Streitschlichter, Schulcharta, Busbegleiter, Schülerlotsen, Beratungslehrer), dies reicht jedoch nicht aus. Leider stoßen die Lehrer zwischenzeitlich an ihre Grenzen. Sie unterrichten nicht nur, sondern müssen immer mehr Erziehungsaufgaben wahrnehmen. Nicht genug, dass die Schüler immer schwieriger werden, es sind oftmals die Eltern, welche bei der Problembewältigung ihre Unterstützung versagen (z.B. Nichtteilnahme an Elterngesprächen). Es ist daher unabdingbar, dass speziell ausgebildete Kräfte hinzugezogen werden.

An einigen Schulen im Landkreis Schwäbisch Hall gibt es bereits Schulsozialarbeit. Der Landkreis fördert die Schulsozialarbeit mit 50% der Personalkosten, da er diese Arbeit als einen wichtigen Faktor der Prävention sieht. Gerade in Ganztagesschulen ist diese Schulsozialarbeit vorrangig einzurichten.

Aus der Mitte der Freien Wähler kam die Frage, wie es sein kann, dass auf der einen Seite ein positiver Bericht der Jugendarbeiter vorgelegt wird, während auf der anderen Seite die Schule bei der Problembewältigung mittlerweile an ihre Grenzen stößt. Rektor Klein verwies auf schwierige Familienverhältnisse. Er machte auch deutlich, dass das Verhalten der Eltern oftmals die Probleme verstärkt, weil es seitens vieler Elternhäuser keinen Rückhalt mehr gibt. Oftmals sind beide Elternteile berufstätig, es fehlt die Überwachung, so dass beispielsweise keine Hausaufgaben mehr gemacht werden oder die Schüler zu spät in die Schule kommen.

Im weiteren Gespräch wurde nach dem Ablauf der Schulsozialarbeit gefragt. Hierzu können allerdings derzeit noch keine konkreten Angaben gemacht werden, da erst noch Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Angedacht sind Gespräche (mit Schülern und Eltern), Beratungen, Sprechstunden und Einzelfallhilfe.

Einige Gemeinderäte wollten wissen, ob der Zuschuss des Landkreises dauerhaft ist. Bürgermeister Klemens Izsak verwies auf die Zielsetzung des Landkreises, die Schulsozialarbeit einzuführen. Eine zeitliche Befristung des Zuschusses ist derzeit nicht absehbar, kann allerdings für die Zukunft nicht definitiv ausgeschlossen werden.

Daraufhin hat der Gemeinderat beschlossen, dass, vorbehaltlich der Zuschussgewährung des Landkreises, an der Schule Schrozberg eine halbe Stelle für die Schulsozialarbeit eingerichtet wird. Diese Stelle wird jeweils zu 25% von den Jugendarbeitern Dorothea Grönsfelder und Claus Mönikheim besetzt. Die Personalausgaben für das Haushaltsjahr 2008 werden in Höhe von 24.000 € (April bis Dezember) abzüglich eines Landkreiszuschusses von 12.000 € außerplanmäßig zur Verfügung gestellt. Ferner ist nach drei Jahren eine Zwischenbilanz der Schulsozialarbeit zu ziehen.