Sitzungsberichte

24. 4. 2018
Jugendarbeit macht Spaß
Jugendarbeit macht Spaß

Jugendarbeit macht Spaß

Die Jugendarbeit in Schrozberg hat einen guten Ruf. Als eine der ersten Gemeinden in vergleichbarer Größenordnung stieg man in Schrozberg 1996 in die offene Jugendarbeit ein. In der Folgezeit haben sich viele Kommunen für die Arbeit in Schrozberg interessiert und auch informiert. Zwischenzeitlich gibt es fast überall ein öffentliches Angebot. Bürgermeister Klemens Izsak hält das rückbetrachtend für den richtigen Weg. Die Erfolge der Jugendarbeit in Schrozberg wurden in der Vergangenheit mehrfach von Polizei, Schule und anderen Stellen bestätigt.

In der letzten Sitzung haben die Sozialarbeiter Dorothea Grönsfelder und Claus Mönikheim über die aktuelle Situation im Güterschuppen, aber auch über ihre Erfahrungen in der Schulsozialarbeit berichtet.

Im Jugendhaus Schrozberg, Zentrum für Freizeit und Bildung, hat sich der Schwerpunkt im Laufe der Jahre gewandelt – dies spiegelt sich schon im geänderten Namen wieder. Seit dem letzten Jahr versucht das Team, attraktive Freizeitangebote zu machen. Es finden Rad- und Kanutouren, Abenteuerunternehmungen, Reisen wie z.B. nach Berlin und vieles andere statt. Oft wird das Angebot zusammen mit benachbarten Einrichtungen organisiert. Das Besucherfeld ist im Alter von 9 bis 20 weit gestreut und fast gleichmäßig auf Jungs und Mädchen aufzuteilen – und so ist das auch gut.

Zudem engagiert sich das Team im Bereich Hausaufgabenbetreuung und Prüfungsvorbereitung – aber anders als in der Schule. Unterstützung bei der Stellensuche im Blick auf Bewerbungen und Vorbereitung zu Vorstellungsterminen gehört ganz genauso dazu. „Doro“ Grönsfelder stellte als Beispiel den Aktionstag „Planspiel“ vor, an dem die Schrozberger Schüler mal „spielen“ konnten und sich bei echten Vertretern von Gewerbe, Industrie und Dienstleistung bewerben konnten. Das Ganze fand dieses Jahr nun schon zum 2. Mal an der Schule statt. Die Kinder und Jugendlichen nehmen das Angebot an und selbst Hausaufgabenbetreuung ist kein Problem, denn im Güterschuppen wird das mit Spaß verbunden.

Seit 10 Jahren steht der umgebaute Güterschuppen als Jugendzentrum zur Verfügung, deshalb wird es dieses Jahr auch noch ein klein bisschen Jubiläum geben. Noch nicht so alt ist das „jüngste Kind“ der Schrozberg Jugendbetreuung – seit April letzten Jahres sind die Güterschuppenmitarbeiter nämlich auch mit der Schulsozialarbeit betraut.
Dort ist die Arbeit noch sehr viel abwechslungsreicher. Die beiden Sozialpädagogen bieten Einzelfallhilfe in Problemfällen, egal ob dazu die Anregung von den Betroffenen, Eltern oder Lehrer kommt, natürlich auch für ganze Klassen, was im letzten Schuljahr besonders intensiv für eine etwas problematische Klasse der Fall war. Weiter beteiligen sie sich mit AG-Angeboten bei der Ganztagesschule und bieten Sport- und Spielangebote für die Pausenzeiten. Claus Mönikheim berichtet weiter von einer Kooperation mit dem Evangelischen Jugendwerk in Blaufelden mit dem Ziel, ein erlebnispädagogisches Abenteuerangebot für die oberen Klassenstufen zu organisieren. Demokratiegefühl vermitteln ist ein Projekt in den 5. Klassen, die am Anfang des Schuljahres einen Klassenrat wählen und unter Betreuung mit Aufgaben ausfüllen. Weitere Aktionen sind Präventionsveranstaltungen zur Bedrohung durch Alkohol, Drogen und Schuldenfalle – hierzu finden immer wieder entsprechende Veranstaltungen statt.

Der Schrozberger Weg in der Jugendarbeit geht immer mehr in Richtung Kooperation zwischen Schule und Güterschuppen – insbesondere durch die Schulsozialarbeit, durch die die Jugendbetreuer seit kurzem in den Schulbetrieb eingegliedert sind. Die Jugendbetreuer selbst sehen Schule und Güterschuppen als „ zwei Systeme, die ein Ziel verfolgen, nämlich die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, damit sie einer glücklichen und selbstständigen Zukunft entgegen gehen“.

Ein Lob für ihre Arbeit bekamen Dorothea Grönsfelder und Claus Mönikheim nicht nur über den Beifall der Gemeinderäte, auch Bürgermeister Klemens Izsak bedankte sich ausdrücklich für das Engagement seiner Mitarbeiter. Die beiden machen ihren Job nicht nur mit Leib und Seele, sie sind auch ständig dabei, ihre Arbeit an die geänderten Verhältnisse anzupassen. Es gibt bei ihnen wenig Routine, dafür aber ständig neue Ideen.

Nach der abschließenden Diskussionsrunde – es gab aus der Ratsrunde noch etliche Nachfragen nach Aktionen und Problemschwerpunkten, bei denen die Jugendbetreuer keine Antwort schuldig blieben – lautete der unausgesprochene und dennoch klare Auftrag an die Sozialpädagogen: Macht weiter so !!!!!