Sitzungsberichte

20. 4. 2018
Stadtsanierung wird bald losgehen
Stadtsanierung wird bald losgehen

Stadtsanierung wird bald losgehen

Letztes Jahr klappte es nicht mit der Aufnahme in das Landessanierungsprogramm. Doch mit den konjunkturunterstützenden Maßnahmen wurde auch dieses Förderprogramm gestärkt – Glück für Schrozberg, denn mit 700.000 € Zuschussmittel kann die Sanierung losgehen. Die Verwaltung und auch das planende Büro Hauenstein und Schäfer aus Untermünkheim haben schon gute Vorarbeiten dazu geleistet. Zwischenzeitlich sind bereits sämtliche Betroffenen über die Maßnahmen informiert und es gibt auch schon Favoriten für die Gestaltungsplanung des Markplatzes.

Architekt Armin Hauenstein stellte dem Gemeinderat in der Sitzung seine Planvarianten vor. Allen Planungen gleich ist die einheitliche Platzgestaltung über den gesamten Bereich. Das heißt es wird keine Unterbrechung mehr durch Treppen oder Gehwege geben, sondern der gesamte Bereich von der Kirche bis zur Bebauung am Marktplatz wird eine „ebene“ Fläche. Ebenfalls bei allen Planungen ist die Durchführung eines Wochenmarktes angedacht, den es derzeit noch nicht gibt. Hierzu sollen einfach entsprechende Flächen berücksichtigt werden, an denen sich die Anbieter aufstellen können. Ebenfalls für alle drei Varianten gilt die Entscheidung, ob das Parken erlaubt sein soll oder nicht. Das Büro Hauenstein schlug dazu vor, das Parken mit Pollern zu verhindert, die im Bedarfsfalle aber entfernt oder umgeklappt werden können.
Der Einmündungsbereich in die Blaufeldener Straße / Oberstettener Straße sollte zur Aufwertung des relativ großen Straßenbereiches mit eingefärbten Asphalt gestaltet werden – ein Vorschlag, dem nicht jeder folgen wollte.

Die drei Varianten unterscheiden sich hauptsächlich in der Anordnung des Brunnens sowie im Blick auf die Grüngestaltung.

Bei der ersten Variante wären 3 Wasserflächen zur Gestaltung des Bereiches direkt vor dem Marktplatzgebäude gedacht. Ideal wäre dort eine Bestuhlung für die Außenbewirtschaftung durch ein Café oder ähnliches, natürlich auch denkbar über den Stadtladen der LBV. Der Platzbereich wäre durch die Bepflanzung von kugeligen Bäumen unterschiedlicher Art unterbrochen. Beim Kirchenvorplatz sollte mit dem Einsatz von Kunst der Eingangsbereich betont werden. Am Zugang von der Blaufeldener Straße her sollte die vorhandene Linde gefällt werden, die beiden anderen entlang der Straße könnten erhalten bleiben. Allerdings, das ergaben die Gespräche mit dem Kirchengemeinderat im Vorfeld, wäre Wunsch der Kirche, die Bäume in diesem Bereich allesamt zu entfernen.

Bei der zweiten Variante könnte der vorhandene Brunnen übernommen werden, allerdings wäre eine umfassende Sanierung nötig, denn der Brunnentrog ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr dicht. Mit einer Pergola könnte das unmittelbare Umfeld des Brunnen zum Verweilen einladen, allerdings kann eine so gestaltete Fläche auch unerwünschte Gruppen anziehen. Die Gestaltung der Fläche bei der Einmündung in den Marktplatz von der Blaufeldener Straße aus wäre als Pflanzfläche eingesäumt durch eine Buchshecke gedacht. Die Platzgestaltung könnte auch mit Pflanzkübeln erfolgen.

Die letzte Variante hat sich bei den bisherigen Besprechungen als Favorit der drei Gestaltungsvorschläge herausgezeichnet. Auch im Gemeinderat gingen die Wortmeldungen in diese Richtung. Bei dieser Ausarbeitung ist ebenfalls eine Wasserfläche vorgesehen, und zwar sehr großzügig im Bereich der bisherigen Ladenflächen vor dem Marktplatzgebäude flankierend zu den Gebäudeecken als Becken mit einer Tiefe von 30 cm und mit sprudelnden Wasserspringbrunnen gestaltet. Weitere positive Effekte könnten sich durch den Einsatz von spezieller Beleuchtung ergeben. Die Bepflanzung wäre ebenfalls wieder mit kugelförmig wachsenden Bäumen gedacht, flankierend dazu wären noch Pflanzkübel vorgesehen.

Aus der Mitte des Gemeinderates hagelte es regelrecht Fragen, die Architekt Armin Hauenstein bzw. Bürgermeister Klemens Izsak beantworten konnte. Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung zur Abstimmung innerhalb der Fraktionen fiel dann aber ein eindeutiges Votum: auch der Gemeinderat folgt einstimmig der Planvariante 3. Zugleich wurde festgelegt, dass der Platzbereich zunächst frei von parkenden Fahrzeugen bleiben soll. Zudem muss es eine Änderung bezüglich der Vorfahrtsregelung im Bereich der Einmündung beim Schloss geben, nach der künftig der Verkehr aus und in Richtung Brunnenstraße vorfahrtsberechtigt sein wird. Dies war allerdings bereits im Vorfeld der Maßnahme klar, da die Straßen im Bereich des Marktplatzes zu Gemeindestraßen abgestuft werden, während die Umgehungsstraße vom Bahnübergang bis zum Kreisverkehr am Ortseingang Richtung Blaufelden zur Landesstraße hochgestuft werden soll.

Das Büro Hauenstein und Schäfer wird nun eine detaillierte Planung ausarbeiten, auf deren Grundlage dann möglichst schnell die Ausschreibungen vorbereitet werden können.