Sitzungsberichte

21. 1. 2018

Rechnungsabschluss 2008 – es nimmt noch ein relativ gutes Ende

Stadtkämmerin Carmen Kloß beschrieb das Haushaltsjahr 2008 mit markanten Sätzen. Die Vorzeichen für das Jahr 2008 waren phantastisch – sprudelnde Steuerquellen und Wirtschaftswachstum waren prognostiziert und auch deutlich spürbar. Keiner dachte an Finanzkrise und Börsencrash. In Schrozberg kam der Einschlag der allgemeinen Rezession früher und gänzlich unabhängig von der weltweiten Krise – ein großer Gewerbesteuerzahler erhielt einen hohen Betrag zurückbezahlt und das brachte den ganzen Haushalt der Stadt Schrozberg durcheinander.

Die Stadtverwaltung prüfte daraufhin sämtliche Ausgabepositionen. Aufschiebbares wurde ausgesetzt oder zeitlich gestreckt. Zudem entwickelten sich die staatlichen Zuweisungen noch ganz gut, so dass unter dem Strich im Verwaltungshaushalt 155.000 € gegenüber dem Plan „fehlten“. Im Vermögenshaushalt konnte das Defizit durch eine Rücklagenentnahme ausgeglichen werden. Allerdings ist das künftig nicht mehr möglich, diese Reserve wurde bis auf die gesetzliche vorgeschriebene Mindesthöhe „geplündert“. 2008 wurden noch vor dem „schwarzen Tag“ außerordentliche Tilgungen von zwei Darlehen vorgenommen, daran wurde dann aber auch nichts mehr geändert und so konnte trotz schlechter Entwicklung der Schuldenstand um 236.745 € reduziert werden.

Das Lob vom Gemeinderat ging in Richtung Stadtverwaltung, das Gremium bestätigte eine konsequente Reaktion auf die negative Entwicklung. Nach einer kurzen Fragerunde, die aber mehr laufende Maßnahmen betraf, fiel die Beschlussfassung einstimmig.