Sitzungsberichte

16. 1. 2018

Krankenhaus Schrozberg nun auch bilanztechnisch geschlossen

In der jüngsten Sitzung gab es für die Gemeinderäte reichlich Denksportaufgaben, denn die Verwirrungen um die buchhalterischen Vorgänge zur Restabwicklung des Krankenhausbetriebes sind so komplex, dass sogar zwei große Steuer- und Wirtschaftsberatungsbüros aus Stuttgart und Herbrechtingen fast verzweifelt sind.

2003 wurde der Betrieb des Schrozberger Krankenhauses geschlossen. In den folgenden Jahren fielen aber immer noch verschiedene finanzielle Bewegungen an. Aus der Bilanz 2004 war erfreulicherweise noch etwas Geld da – mit einem Gewinnvortrag von 106.277 € schlossen die Bilanzen der „Betriebsjahre“. Die Restabwicklung konnte nun im Rahmen der überörtlichen Prüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt in diesem Jahr vollends abgewickelt werden, und zwar so, dass der eigentlich in der Schlussbilanz stehende Verlust mit Rücklagen verrechnet werden konnte.

Es blieb nur noch eine Unklarheit offen, es stand nämlich noch ein Geldbetrag aus der Zeit in den Büchern, als die Buchhaltung des Krankenhauses aus dem städtischen Haushalt ausgelagert wurde, also noch aus dem Jahr 1979 bzw. irgendwann danach. Das Gute daran ist, dass noch Geld vorhanden ist, nämlich 28.988,83 €. Die Gemeindeprüfungsanstalt hielt es ebenfalls für unmöglich, diese Differenz noch aufzuklären, insbesondere auch deshalb, weil seinerzeit nur Summen-Buchungen getätigt wurden, die im einzelnen nicht mehr nachvollzogen werden können. Der praktikable Vorschlag der Fachleute war, das Geld in den städtischen Haushalt zu übernehmen.

Beide Beschlüsse waren für den Gemeinderat reine Formsache, wenngleich im Blick auf die Leistung der beiden Beratungsunternehmen etwas Zweifel aufkamen. Der noch vorhandene Kassenbestand des Krankenhauses mit insgesamt fast 210.000 € konnte so in den Haushalt der Stadt Schrozberg übernommen werden.