Sitzungsberichte

24. 1. 2018

Bauvorhaben abgesegnet

Bereits in seiner Sitzung vom April hat der Gemeinderat ein Bauvorhaben in der Bahnhofstraße diskutiert. Vorgesehen war die Errichtung eines Lager-/Garagengebäudes, in dem eine Hackschnitzelheizung und LKW-Garagenplätze vorgesehen sind. Im Gemeinderat war die mehrheitliche Meinung, das Gebäude nicht direkt an die Straße zu bauen und auch die Zufahrt anders zu regeln. Die Stadtverwaltung hat daher mit dem Bauherrn Kontakt aufgenommen. In der neuerlichen Sitzung lag nur eine überarbeitete Planung vor, in dem das Garagengebäude, in der auch die Hackschnitzelheizung untergebracht wäre, im hinteren Teil des Grundstücks platziert werden könnte. So kann entlang der Straße wieder ein Gebäude errichtet werden, wenn entsprechender Bedarf dafür besteht. Nützlich war die Anwesenheit des Bauherrn bei der Sitzung, so konnte Bürgermeister Klemens Izsak manche Fragestellung gleich weitergeben. Dabei wurde schnell klar, dass zunächst nur das Garagengebäude errichtet wird. Die Zufahrt soll auf jeden Fall über die Bahnhofstraße erfolgen, über die Oberstettener Straße ist das mit einem LKW schlicht nicht möglich. Zudem soll das Gebäude entlang der Bahnhofstraße vorerst nicht errichtet, das jetzige Gebäude aber auf jeden Fall abgebrochen werden. Der entstehende freie Platz würde der Bauherrn so gestalten, dass das Grundstück ansehnlich wird und erforderlichenfalls als Parkplatz genutzt werden kann.

Es blieben immer noch einige skeptische Stimmen aus der Ratsmitte. Die vorgesehene Photovoltaikanlage auf dem Dach, die aus Blickrichtung Schafsee doch deutlich sichtbar ist, die Zufahrt der LKW´s auf die Bahnhofstraße oder gar die Verlagerung des Gebäudes zum Beispiel ins Industrie- oder Gewerbegebiet waren Diskussionspunkte. Dazu kam die Anregung eines Ratsmitgliedes, das Bauvorhaben in einem Ortstermin vor der Sitzung im Juni nochmals zu erläutern. Die wurde aber schnell wieder zurückgenommen, da der Bauherr unmissverständlich zu verstehen gab, dass die Heizung bis zum kommenden Winter funktionieren muss. Letztlich stimmte der Gemeinderat dem Bauvorhaben dann doch zu, so dass Planer und Bauherr auf dieser Basis weiter planen können.

Etwas unproblematischer war ein zweiter Bauantrag. Drei Bauherren aus Bossendorf wollen gemeinsam eine Biogasanlage am östlichen Ortseingang, also von Rothenburg kommend, bauen und betreiben. Neben einem Fahrsilo wird ein Fermenter, also die eigentliche Biogaseinheit sowie ein „Restelager“ entstehen. Die Anlage soll 250 kw elektrische Energie liefern. Zugleich sollen die Anwesen in Bossendorf mit Wärme versorgt werden, die Leitungen sollen im Rahmen der noch ausstehenden Abwassermaßnahme verlegt werden.
Der Beschluss zum gemeindlichen Einvernehmen zu diesem Bauvorhaben fiel einstimmig.