Sitzungsberichte

26. 4. 2018

Wasserversorgung schließt gewollt mit Verlust ab

Auch die Jahresrechnung des Jahres 2009 für den Eigenbetrieb der Wasserversorgung wurde vom Gemeinderat einstimmig festgestellt.

Unter dem Strich überwiegen die Ausgaben, die rote Zahl mit rd. 46.200 € war aber gewollt, denn in den Büchern stehen noch Gewinne aus Vorjahren, die noch verrechnet werden können – bevor dafür möglicherweise Steuern bezahlt werden müssen. Dafür wurde sogar der Wasserzins noch zum Jahresbeginn 2009 von 1,70 € auf 1,65 € pro cbm gesenkt.

Das Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsbüro Schmitz/Treubert/Rosenberger aus Herbrechtingen hat die Bilanzen gefertigt. Dabei mussten insbesondere bilanztechnische Änderungen im Blick auf die Abwicklung der Rohwasserkonzeption vorgenommen werden, was zu Verschiebungen bei verschiedenen Positionen geführt hat. Zudem stehen noch Pachtabrechnungen mit dem Zweckverband Nordostwasserversorgung, kurz NOW, aus, die erst 2010 berücksichtigt werden können.

In der Diskussion in der Ratsrunde war insbesondere der hohe Wasserverlust ein Diskussionspunkt, der zwar gegenüber 2008 etwas rückläufig ist, aber dennoch eine große Rolle spielt. Problematisch sind die schleichenden Wasserverluste, die niemand richtig bemerkt. Bei einem richtigen Rohrbruch bemerkt man das doch sehr viel schneller. Dann gibt es noch „Verbraucher“, die das Wasser ohne Messung entnehmen wie z.B. die Feuerwehr oder Baufirmen, die bei öffentlichen Maßnahmen direkt an einem Hydrant ihr Bauwasser entnehmen. Und letztlich gehen auch die Zähler nicht ganz genau – der Wasserzufluss in das Verteilungssystem einer Kommune wird nur noch an wenigen Hauptübergabepunkten gemessen, früher gab es hier sehr viel mehr Zwischenzähler – die Toleranz solcher Zähler liegt bei 2 – 3 %, also auch hier gibt es Ungenauigkeiten, wobei das genauso gut positiv wirken kann.

Bitte beachten Sie hierzu die Öffentliche Bekanntmachung der Jahresrechnung.