Sitzungsberichte

26. 4. 2018
Amtseinsetzung von Bürgermeister Klemens Izsak
Amtseinsetzung von Bürgermeister Klemens Izsak

Amtseinsetzung von Bürgermeister Klemens Izsak in die 4. Amtsperiode

Lob tut nicht weh …

Und wenn die lobenden Worte vom Gemeinderat durch den Bürgermeisterstellvertreter Werner Schilpp, aber auch von Landrat Gerhard Bauer ganz persönlich kommen, tut das auch einem Bürgermeister ganz gut. Bei seiner Amtseinsetzung in die 4. Amtsperiode durfte sich Bürgermeister Klemens Izsak über viele lobende Worte freuen, auch wenn das etwas gegen seine persönlich Art geht – er denkt da eher hohenlohisch: nicht geschumpfen ist das eigentlich größte Lob.

Die Gemeinderatssitzung, die eigentlich der Rahmen für die Amtseinsetzung eines neu oder wiedergewählten Bürgermeisters ist, war etwas besonderes. Bürgermeisterstellvertreter und Stadtrat Werner Schilpp eröffnete diese Sitzung gleich mit dem Hinweis, dass es bei dieser Sitzung keine Diskussion und keine Beschlüsse geben wird – denn, so war es der Wille des Gemeinderates, diese Sitzung sollte nur die Amtseinsetzung auf der Tagesordnung haben und in feierlichem Rahmen stattfinden. Daher waren nicht nur die Gemeinderäte zu dieser Sitzung eingeladen, sondern Vertreter des gesamten öffentlichen Lebens und auch die Bürgermeisterkollegen der Landkreisgemeinden.

Das Offizielle dieser Sitzung blieb sehr kurz, denn mit der Vereidigung und Verpflichtung war das Pflichtprogramm fast nur Beiwerk. Der Bürgermeisterstellvertreter nutzte zuvor die Gelegenheit und würdigte die Erfolge von Bürgermeister Klemens Izsak in den letzten 24 Jahren – eine Erfolgsgeschichte, die sich durchaus sehen lassen kann. Denn seit der ersten Wahl im Jahr 1985 wurde in Schrozberg vieles auf den Weg gebracht, Schrozberg hat sich sehr positiv entwickelt. Allein das Programm der letzten 8 Jahre lässt sich nur schwierig in kurzen Worten zusammenfassen. Werner Schilpp erwähnte die Anstrengungen der Stadt zum Bau der neuen Mehrzweckhalle und den vorher notwendigen Ersatz für den Hartplatz in Form eines Kunstrasenplatzes. Zahlreiche Abwassermaßnahmen wurden bereits vorher durchgeführt und waren alle Jahre wieder auf der Tagesordnung der Sitzungen. Landrat Gerhard Bauer unterstrich dies mit Zahlen, denn Schrozberg darf nun stolz sein auf eine Anschlussquote von 98,3 % aller Haushalte – eine Zahl, die sich für eine ländliche Gemeinde sehen lassen kann.

Doch damit nicht genug, es gab noch viele andere Maßnahmen, der Bürgermeisterstellvertreter erwähnte die zahlreichen Fahrzeugbeschaffungen für die Feuerwehr, den Bau der Verbindungsspangen um den Mutterort Schrozberg, den Ausbau der Kläranlage Schrozberg und noch viel mehr. Die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat ist dabei überaus zielorientiert, trotz teilweise auch kontroverser Diskussionen fand man immer einen gemeinsamen Nenner.

Landrat Gerhard Bauer sparte nicht mit Lob. In der letzten Zeit hat die Presse mehrfach von einer „Flucht aus dem Korsett des Amtes“ berichtet, viele Bürgermeisterkollegen kandidieren oft nur noch für 2 oder 3 Amtsperioden. Es ist von daher schon aller Ehre wert, nach 24 Jahren weiter machen zu wollen. Als Bürgermeister mit Leib und Seele, allzeit mit einem offenen Ohr für die Bürger, bei denen er sich auskennt wie „in seiner Westentasche“, so kennt er den auch im Kreistag und vielen anderen Gremien tätigen Bürgermeister aus Schrozberg. Doch nicht nur das, in vielen Themen sind der Landrat und der Schrozberger Bürgermeister auf einer Wellenlänge, egal ob das die Entwicklung der Krankenhauslandschaft im Landkreis oder die Tauberbahn betrifft. Als einen Mann klarer Worte, der nicht beschönigt, immer auf dem Boden der Tatsachen bleibt, als Ansprechpartner für alle Belange ein offenes Ohr hat und eigene Belange hinten anstellt, dabei öffentliches Lob fast scheut – mit diesen Worten charakterisiert der Landrat den umtriebigen Bürgermeister.

Nach seiner Vereidigung und Verpflichtung war der dritte und letzte Redner der feierlichen Amtseinsetzung Bürgermeister Izsak selbst, der sich für das Vertrauen der Wähler und das gute Wahlergebnis bedankte. Dass er auch in seiner 4. Amtsperiode keinen Takt langsamer machen will, wurde schnell klar. Trotz zurückgehender Finanzierungsmittel im kommunalen Bereich stehen noch viele Aufgaben an und sind viele Probleme zu bewältigen. Ein besonderes Augenmerk legt das Stadtoberhaupt dabei auf die Stärkung der vorhandenen Struktur, Schrozberg muss attraktiv bleiben und werden, gerade auch im Blick auf die zurückgehenden Bevölkerungszahlen. Dem Abwanderungstrend muss man Paroli bieten. Deshalb muss es auch künftig attraktiv bleiben, in den Teilorten zu wohnen. Dazu gehören Infrastruktureinrichtungen wie die Kindergärten, Baumöglichkeiten und eine geordnete Abwasserbeseitigung. Als gänzlich kontraproduktiv zu diesen Zielen sieht Bürgermeister Klemens Izsak die derzeitige Bildungspolitik der Landesregierung, die das Aus für kleine Hauptschulen fest im Programm hat. Und er warnt die Verantwortlichen, denn bei der nächsten Landtagswahl kann das von Seiten des Wahlvolkes zu einem deutlichen Warnschuss führen.

Es gibt also genug Zukunftsaufgaben für den alten und neuen Bürgermeister, Bürgermeisterstellvertreter Werner Schilpp wünschte dazu im Namen des gesamten Gemeinderates nicht nur die notwendige Ausdauer, sondern auch weiterhin viel Elan und Ideenreichtum verbunden mit Gesundheit und Tatendrang.

Und wenngleich der Rahmen für die rechtlich notwendige Amteinsetzung nicht ganz dem Wunsch von Bürgermeister Klemens Izsak entsprach, dann zumindest der Ablauf. Nach einem kurzen offiziellen Teil blieb genügend Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen – denn nur daraus entwickelt sich der Zusammenhalt, den das Stadtoberhaupt ganz besonders schätzt.