Sitzungsberichte

21. 1. 2018

Stadtsanierung – Private können bis zu 30 % Zuschuss bekommen

Mit der Innenstadtsanierung hat die Marktplatzumgestaltung mit einem Riesenschritt bereits richtig begonnen. Sicherlich war das aber von der Abwicklung her der einfache Teil, da das zunächst mal ohne Sanierungsabsichten von privaten Gebäudeeigentümern durchgeführt werden konnte.

Das gehört aber bei einer umfassenden Stadtsanierungsmaßnahme, so wie das in Schrozberg her angelegt ist, dazu. Die Firma STEG – Stadtentwicklung GmbH aus Stuttgart, ein absolut erfahrener Partner in Sanierungsfragen, hat mit den vorbereitenden Untersuchungen schon den nächsten Schritt für die Sanierungsmaßnahme in Schrozberg gemacht. Dabei wurde der Gebäudebestand innerhalb des Sanierungsgebietes genauer betrachtet und klassifiziert. Zudem wurden alle Gebäudeeigentümer mittels eines Fragebogens über den freiwilligen Sanierungswunsch abgefragt. Der Rücklauf war absolut positiv, rd. 75 % der angeschriebenen Gebäude- und Wohnungseigentümer haben sich zurückgemeldet. Die Mitarbeiter der STEG haben ermittelt, dass sich hochgerechnet etwa 37 % der Eigentümer mit Sanierungsabsichten beschäftigen. Interessant ist aber auch, dass 30 % gar kein Interesse an Modernisierung oder Erneuerungsmaßnahmen zeigen, oft aber deshalb, weil Gebäudearbeiten erst vorgenommen wurden. Mit einem Teil der Grundstücks- und Gebäudeeigentümer wurden schon ausführliche Gespräche geführt, so dass der Sanierungswille bei vielen schon klar ist.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse hat der Gemeinderat festgelegt, dass private Sanierungswillige mit einem Anteil von 30 % des Sanierungsaufwandes als Förderung unterstützt werden können. Mit der Bewilligung von 700.000 € fiel der finanzielle Rahmen deutlich geringer aus, beantragt hatte die Stadtverwaltung fast das Doppelte. Die STEG hat daher das Sanierungskonzept gravierend überarbeiten müssen. Allerdings wird sich zeigen, was sich bei der Umsetzung insbesondere auch der privaten Sanierungsabsichten ergibt. Ralph Jaeschke von der STEG ist allerdings zuversichtlich, dass Mittelaufstockungen bei Sanierungsmaßnahmen bisher bewilligt wurden, insbesondere dann, wenn für die verantwortliche Landesstelle der Sanierungswille erkennbar war. Anders als bei früheren Sanierungsmaßnahmen läuft die Schrozberger Innenstadtsanierung nicht über das reine Landesprogramm. Über das Programm ASP – Aktives Stadtsanierungs-Programm werden dabei auch Bundesmittel mit eingesetzt. Auch für den Projektleiter ist das etwas neues Terrain, dennoch ist er zuversichtlich, dass die Sanierung besonders dann positiv verläuft und die Mittel nachbewilligt werden, wenn ausreichend Interesse von privater Seite vorhanden ist.

Die Beschlussfassungen zum nächsten Verfahrensschritt erfolgten jeweils einstimmig – und auch die weitere Beauftragung der Fa. STEG mit der Durchführung der Sanierung blieb ohne Gegenstimmen.