Sitzungsberichte

24. 1. 2018
Zeller Weg wird „stadt“saniert
Zeller Weg wird „stadt“saniert

Zeller Weg wird „stadt“saniert

Die Stadtsanierung in Schrozberg läuft und im Innenort wurde in der Blaufeldener Straße noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch der Unterbau für Straße und Gehweg eingebracht. Doch es soll ja im nächsten Jahr weitergehen – deshalb hat sich der Stadtrat schon im Sommer festgelegt, dass nach dem Innenort der Zeller Weg angegangen werden soll.

Das Planungsbüro IPE aus Schwäbisch Hall hat den Planungsauftrag bekommen und Ingenieur Werner Eissing konnte in der Dezembersitzung die Planung vorstellen. Dabei wurde der komplette Zeller Weg überplant, wobei nur etwa die Hälfte in das Sanierungsgebiet fällt. Zur Finanzierung der 1,25 Mio. € teuren Baumaßnahme wird für den Straßenbau ein Zuschuss aus dem Ausgleichstock beantragt. Für die Erneuerung des Kanals wurde bereits ein Antrag auf Landesbeihilfe gestellt.

Die Planung für den Ausbau sieht vor, dass eine durchgängige Straße hergestellt werden soll. Bisher gehen die Platzbefestigungen der LBV nahtlos in den Straßenraum über und auch die Eigentumsverhältnisse sind so, dass der Stadt eigentlich nur ein schmaler Streifen, noch nicht einmal ganz durchgängig gehört – das soll künftig klar geregelt werden. Zudem soll auch der Verkehr ordentlich geregelt werden, bisher ist nicht klar, wo Straße und Gehweg ist. Damit die Fläche aber als solche auch ohne Probleme nutzbar bleibt, hat Ingenieur Eissing dem Gemeinderat eine einheitliche Flächengestaltung ohne Abgrenzungen vorgeschlagen. Die Trennung von Gehweg, Straße und Randbereich erfolgt mittels Farbmarkierungen. Der Einmündungsbereich von der Oberstettener Straße her soll etwas umgestaltet und zurückgebaut werden, so dass die Verkehrsführung klarer wird, bisher ist die Einmündung sehr großzügig. Der Gehweg würde nach dem Vorschlag des Planers schon da in die Fläche übergehen und nur mit Markierung gegen die Fahrbahn abgegrenzt, damit größere Fahrzeuge, die zwangsläufig dort verkehren müssen, auch ohne Probleme fahren können.
Hier gab es doch einige Wortmeldungen aus der Ratsrunde, wenngleich im übrigen der Vorschlag des Planungsbüros sehr guten Anklang fand. Zur Sicherheit der Fußgänger soll der Gehweg bis über den Einmündungsbereich klar zur Fahrbahn klar abgegrenzt werden – ein Randstein wäre Wunsch des Gemeinderates. Die Einmündung bot aber weiter Stoff für Diskussionen, weil die Aufstellung der abbiegenden Fahrzeuge bisher immer wieder für Verkehrsprobleme sorgt. Ingenieur Eissing schlug dazu eine zusätzliche Mittelmarkierung auf der Fahrbahn vor, um klar definieren zu können, wie sich die Verkehrsteilnehmer verhalten sollen.

Weniger Diskussion bot die Gestaltung der Straßenführung im Bereich des Düngerlagers der LBV. Hier wird einfach die jetzige Straßenführung erneuert. Der bisher von der Fahrbahn abgesetzte Gehweg wird wieder genauso hergestellt.

Der Einmündungsbereich auf die Landesstraße auf Höhe der Firma Sänger war ebenfalls Diskussionspunkt. Die Planung sieht noch vor, dass dort die Maßnahme einfach endet. Doch schon bei einer früheren Sitzung wurde angeregt, den Gehweg weiter zu führen, bis eine ungefährliche Querung der Landesstraße zum Fuß- und Radweg auf der anderen Seite möglich ist. Bürgermeister Klemens Izsak sagte schon vorab zu, dass dies noch geändert werden soll – allerdings muss das zunächst mit dem Straßenbauamt durchgesprochen werden.

Nicht ganz einfach ergab sich für den Planer die Entwässerung des gesamten Geländes im Bereich der LBV-Gebäude, da hier wenig Gefälle möglich ist. Dazu ist auch notwendig, dass die LBV die Randbereiche mit angleicht, da dies sonst gänzlich unmöglich wird. Mit der Geschäftsführung der LBV besteht aber Einigkeit, dass eine Verbesserung der Situation unbedingt notwendig und im Interesse Aller ist. Die Planung wurde nun vorab dem Gemeinderat vorgestellt und soll im nächsten Schritt mit den Verantwortlichen der LBV diskutiert werden.

Ingenieur Eissing hatte noch einen weiteren Plan dabei und erklärte auch die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten.

Probleme sahen einige Gemeinderäte mit der Durchführung der Bauarbeiten bzw. der Verkehrsführung in dieser Zeit. Ingenieur Eissing sieht diese Probleme genauso und wies schon in der Sitzung darauf hin, dass die Verkehrsteilnehmer mit Einschränkungen rechnen müssen. Zum Teil wird die Zufahrt jeweils nur von einer Seite möglich sein und zudem teilweise über „Schotterpisten“ führen – anders ist aber die Durchführung der Arbeiten nicht möglich.

Schon an dieser Stelle sei dies als Hinweis an die Bevölkerung, dass solche Straßenbauarbeiten nicht ohne Einschränkungen in der Nutzbarkeit möglich sind.