Sitzungsberichte

22. 1. 2018

Finanzzwischenbericht sieht nicht ganz rosig aus

Nicht rosig, sondern rot sieht das hochgerechnete Jahresergebnis für das Haushaltsjahr 2011 bei der Stadt Schrozberg aus. Stadtkämmerin Carmen Kloß rechnet bei der Hochrechnung, die sie dem Schrozberger Rat bei der letzten Sitzung vorstellte, mit einem „Finanzierungsloch“ von rd. 523.000 €.

Ursächlich dafür die sind die geringeren Gewerbesteuereinnahmen. Bei der Planaufstellung rechnete die Kämmerin noch mit 520.000 € mehr an Gewerbesteueraufkommen – doch ganz ist das Jahr 2011 auch noch nicht gelaufen, es kann sich ja auch noch eine Verbesserung ergeben. Natürlich gab es noch weitere Abweichungen von der Planung für den Haushalt 2011. So wurde die Stadt Schrozberg aus ihrer Bürgschaft für die Klärschlammverwertungsgesellschaft in Anspruch genommen, nachdem dort der Betrieb bei weitem nicht so funktioniert wie gedacht. Auch die notwendige Änderung der Erschließung im Industriegebiet durch die Erweiterungsabsichten der Molkerei wirkt sich nachteilig aus, die Kosten bleiben mit 130.000 € auch nach einer Beteiligung der Molkerei am Haushalt hängen.

Natürlich gab es auch Positives zu berichten, so schließt beispielsweise die Abrechnung der Baumaßnahme Ortszentrum Leuzendorf um rd. 65.000 € günstiger ab. Ebenfalls positiv wirken sich die derzeitigen Bemühen der Stadtverwaltung aus, nicht mehr benötigte Grundstücke zu veräußern – die Kämmerin rechnet hier mit rd. 100.000 € an Mehreinnahmen.

Unter dem Strich geht die Hochrechnung von einer Verringerung des Volumen des Verwaltungshaushaltes um 314.000 € aus, die Zuweisung zum Vermögenshaushalt wird mit knapp 903.000 € um rd. 263.000 € geringer ausfallen. Nach derzeitiger Abrechnung bleiben 523.000 € als Finanzierungslücke im Vermögenshaushalt offen.

Die Gemeinderäte nahmen diesen Zwischenbericht so zur Kenntnis und hoffen – genauso wie die Stadtverwaltung – dass sich die Entwicklung besser ergibt, als jetzt vorausberechnet.