Sitzungsberichte

26. 4. 2018

Kindergartenbedarfsplanung steht - Entscheidung über die Einrichtung einer Kinderkrippe vertagt

Einmal im Jahr – so will es das Kindergartengesetz – unterhalten sich Gemeinderat und Kindergartenverantwortliche über den weiteren Betrieb im Rahmen der Kindergartenbedarfsplanung.

Zu diesem Zweck fand am Tag vor der Gemeinderatssitzung eine Vorbesprechung in etwas kleiner Runde statt, bei dem die Eckpunkte der weiteren Entwicklung in der Kinderbetreuung ausgelotet wurden.

Im unproblematischen Teil der Diskussion ging es um die Betreuung der Kindergartenkinder, also Kinder im Alter ab 3 Jahren. Da wird das Angebot bleiben, wie es bisher schon war. Die Katholische Kirchengemeinde betreut in ihrem Kindergarten bis zu 28 Kinder in einer Regelgruppe, die Evangelische Kirchengemeinde in ihrem Kindergarten bis zu 56 Kinder in 2 Gruppen. Beim Städtischen Kindergarten liegen zwischenzeitlich ausreichend Anmeldungen vor, so dass nach dem Urlaub der Mitarbeiterin, die die Ferienbetreuung übernimmt, auch gleich wieder 2 Gruppen angeboten werden.

Beim Angebot der Kindergärten in Leuzendorf und Bartenstein-Ettenhausen bleibt auch alles beim alten – lediglich für Leuzendorf wird eine Verbesserung der Betreuungszeiten erprobt.

Etwas mehr Diskussionsbedarf gab es bezüglich der von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Einrichtung einer Kinderkrippengruppe, in der Kinder ab dem Säuglingsalter bis zum Alter von 3 Jahren betreut werden sollen. In zwei Vorausgesprächen und nach interner Abstimmung war klar, dass die katholische Kirchengemeinde dringendes Interesse für die Einrichtung einer solchen Gruppe hat. Allerdings fordert deren Verwaltungsstelle eine neue finanzielle Vereinbarung, die die Stadtverwaltung für nicht vereinbar hält. Nachdem für die Evangelische Kirchengemeinde die gleichen Schwierigkeiten gelten und von Seiten der Verantwortlichen die Einrichtung einer Kinderkrippe vorerst auch ausscheidet, schlug die Stadtverwaltung die Einrichtung im Städtischen Kindergarten vor. Bürgermeister Klemens Izsak blickt zudem etwas weiter in die Zukunft und sieht den Bedarf für diese Kleinkindbetreuung auf jeden Fall verstärkt kommen. Dann wäre es auch kein Problem, im Städtischen Kindergarten eine weitere Krippengruppe einzurichten und im Gegenzug auf die normale Kindergartenbetreuung zu verzichten, das würde dann bei dieser noch fiktiv betrachteten Entwicklung ausschließlich im Evangelischen und Katholischen Kindergarten angeboten werden.

Letzten Endes brachte ein Antrag auf Vertagung des Themas das Ende der bis dahin noch offenen Diskussion, mit knapper Mehrheit verschob der Gemeinderat die weitere Aussprache auf die nächste Sitzung im Juli.