Diese Seite drucken
  • Schriftgröße

Jahresrechnung 2010 einstimmig beschlossen

Schon in der Mai-Sitzung hat der Gemeinderat zur Vorbereitung der Jahresrechnung die Haushaltsreste gebildet. In der neuerlichen Sitzung war der Beschluss reine Formsache. Stadtkämmerin Carmen Kloß hatte in bewährter Manier die Zahlen so aufbereitet und den Gemeinderäten schon mit der Sitzungseinladung zukommen lassen – bei der Sitzung selbst fehlte sie urlaubsbedingt. Doch die Ausarbeitung war so aussagekräftig, dass keine weitere Aussprache notwendig war, einstimmig fiel der Beschluss ohne weitere Diskussionen.

Das ist vielleicht auch deshalb nicht verwunderlich, weil die Aussichten für das Jahr 2010 sehr düster waren. Doch schon im Lauf des Jahres zeichnete sich ab, dass es sich alles nicht so schlecht entwickelt. Beim Abschluss schloss nun der Verwaltungshaushalt mit 13.631.636 € ab, das sind 1.480.011 € mehr als geplant. Das Volumen des Vermögenshaushalt schloss mit 5.360.494 € ab, auch noch 743.494,78 € mehr. Dass die Stadt von der positiven Entwicklung profitiert hat, zeigt sich an der Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt, mit 2.231.128 € fiel diese um 1.111.128 € höher aus als geplant. Die Nettoinvestitionsrate als Kennzahl des Vermögenshaushaltes gibt an, was die Stadt nach Abzug von Schuldendienst für investive Maßnahmen zur Verfügung hat. Auch hier war der Anstieg noch sehr deutlich – bei einem Betrag von 1.683.425 € betrug der Anstieg 1.084.425 €, also ganz beachtlich.

Bei einem genauen Blick in die einzelnen Positionen sieht man dann auch schnell, wo die Verbesserungen herkommen: Allein der Ansatz für die Einnahmen aus der Gewerbesteuer fielen um 750.403 € besser aus. Auch die übrigen Einnahmepositionen im Bereich Steuern und Zuweisungen erbrachten ein deutliches Plus für den Haushalt der Stadt, nämlich etwas mehr als 300.000 € gegenüber dem Planungsstand. Natürlich gab es weitere Abweichungen, sowohl in die eine, wie auch in die andere Richtung. So kamen beispielsweise 14.000 € weniger Abwassergebühren in die Gemeindekasse, als geplant oder auch beim Winterdienst, der durch den strengen Winter Mehrkosten von rd. 42.300 € verursacht hat. Bedingt durch die höhere Gewerbesteuereinnahmen musste auch mehr Gewerbesteuerumlage als geplant entrichtet werden, dies schlug mit einem Betrag von 290.185 € zu Buche. Letzten Endes wirkten sich Weniger-Ausgaben dagegen wieder positiv aus – so blieb ein Teil der Mittel für die Feldwegeunterhaltung (48.126 €) oder Personalkosten bei Bauhof und Schule durch Veränderungen bei Beschäftigungsverhältnissen unverwendet.

Letzten Endes spielten also einige Faktoren mit, so dass 2010 deutlich besser abgeschlossen werden konnte, als das geplant war. Damit war der Beschluss durch den Gemeinderat auch ohne große Aussprache möglich, und das noch einstimmig.

Wer sich für weitere Zahlen interessiert, kann sich das komplette Zahlenwerk gerne ansehen, die Haushaltsrechnung liegt zur Einsichtnahme bei der Stadtverwaltung aus - bitte beachten Sie dazu die entsprechende Bekanntmachung im Mitteilungsblatt der Kalenderwoche 26/2011.