Sitzungsberichte

20. 4. 2018

Stadtsanierungskonzept noch nicht fertig

Die STEG – ausgeschrieben: Stadtentwicklungs-GmbH - ist Stadtsanierungsexperte mit mehreren Standorten in Deutschland und betreut auch die Stadtsanierung in Schrozberg. Bedingt durch die Förderung der Sanierung durch Landesmittel ist vorgegeben, dass ein Stadtentwicklungskonzept erarbeitet werden muss – auch das hat die STEG für die Stadt Schrozberg übernommen.

Das Verfahren läuft schon lange – Fragebogenaktion mit allen Bürgern, Behördentag mit der Stadtverwaltung, Klausurtagung mit dem Gemeinderat, unzählige Besprechungstermine und schlussendlich die Vorstellung des fast fertigen Konzeptes letztes Jahr im November. Bei dieser Ergebnispräsentation war die gesamte Bevölkerung eingeladen. Ziel war es, für diesen letzten Verfahrensschritt bezogen auf insgesamt acht verschiedene Themenfelder interessierte Einwohner zu gewinnen, die in Workshopterminen ihre Ideen einbringen können und so die Entwicklungsmöglichkeiten noch ergänzen. Leider kam es mangels fehlender Rückmeldungen nicht zu diesem Austausch.

Die Gemeinderäte waren bei der Sitzung im Januar diesen Jahres der Meinung, dass man nichts unversucht lassen sollte, um die Einwohner entsprechend zu motivieren – ein Teil der Gemeinderäte wollte das selbst in die Hand nehmen. Die STEG hat in der Zwischenzeit ihren Teil der Ausarbeitung nun zum Abschluss gebracht.

Passend zu diesem Punkt der Tageordnung haben die Gemeinderäte auch die Ergebniszusammenstellung des Demografieworkshops vom März diesen Jahres erhalten. Die Möglichkeit ergab sich durch ein Angebot der Würth-Stiftung und der Initiative Pro-Region. Hier konnten sich Kommunen um eine Teilnahme bewerben. Neben dem Termin in Schrozberg wurden diese Workshops bei insgesamt 30 Kommunen durchgeführt. Abschließend soll dann eine Zusammenstellung/Gesamtauswertung der jeweiligen Erkenntnisse erfolgen.

In der Diskussion herrschte unter den Stadträten schnell Einigkeit, dass man die Meinungen und Ideen der Einwohner auf jeden Fall mit in die Konzeption einbinden will. Es kam aber auch leise Kritik an der Arbeit der STEG auf – der Demografieworkshop mit Dr. Kösters hatte da deutlich mehr Schwung gehabt. Klar war auf jeden Fall, dass diese Ergebnisse mit in die weitere Ausarbeitung fließen sollten. Ein Stadtrat sah aber auch Trägheit auf Seiten der Schrozberger Einwohner – eine ähnliche Wortmeldung zielte dahin, nur die Workshops durchzuführen, für die sich auch Teilnehmer melden. Eine andere Wortmeldung konstatierte, dass in Schrozberg vieles gut ist und möglicherweise deshalb keine zwingenden Veränderungen notwendig sind – also das ein Grund für mangelndes Interesse an einer Fortentwicklung sein könnte.

Nach ausführlicher Aussprache gab es keinen Beschluss – vielmehr wird Bürgermeisterin Jacqueline Förderer zusammen mit Vertretern der Ratsfraktion in kleiner Runde das weitere Verfahren bzw. die Vorgehensweise beraten.