Sitzungsberichte

24. 4. 2018

Investorenfirma will Seniorenwohnungen in Schrozberg bauen

Für das Molkereiareal wurde nach der Umsiedlung des Molkereibetriebes im Jahr 1996 in das Industriegebiet ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Der Sieger des Wettbewerbs war die Architektengemeinschaft um Frank Prochiner, der die bereits umgesetzte Platzgestaltung sowie die künftige Bebauung des Areals dann auch geplant hat. Seither wurde auf dem freigewordenen Gelände nur ein Wohn- und Geschäftshaus durch die Fa. Ströbel, Spielbach, gebaut. Schon diese gebauten Wohnungen ließen sich durch den Rückgang der Nachfrage nach Miet- und Eigentumswohnungen nur sehr schleppend veräußern. Weitere Bauprojekte liefen aus eben diesem Grund gar nicht an, so konnten die auf dem übrigen Gelände vorgesehenen Mehrfamilienhäuser mit eventueller Geschäftsnutzung nicht realisiert werden.

Seit nun gut einem halben Jahr laufen Überlegungen und Gespräche zu einer weiteren Nutzung des Geländes im Innenort direkt hinter dem Gebäude der Schrozberger Bank. Eine Bau- und Investorenfirma mit Sitz im Schwarzwald – die Kappis Kopf Gruppe aus Lahr ist durch ein Projekt, das zusammen mit dem Saarländischen Schwesternverband in Rheinhausen realisiert wurde, auf die Stadtverwaltung Schrozberg zugekommen.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates präsentierte das Unternehmen seine Pläne für ein Wohnzentrum mit betreuten Wohngruppen und Seniorenwohnungen. Demnach sehen die derzeitigen Überlegungen ein 3-geschossiges Gebäude vor, das in ähnlicher Bauform wie der Bau der Bank auf dem freien Gelände entstehen könnte. Auf 2 Stockwerken könnten dann Wohnraum für betreute Wohngruppen entstehen, im Stockwerk darüber sowie im Dachgeschoss Wohnungen für Senioren, die sich noch weitgehend selbst versorgen wollen und auch ein Café für Begegnungen und Veranstaltungen wäre angedacht. Matthias Kappis und Armin Bleicher haben da schon konkrete Vorstellungen, wie das Gebäude aussehen könnte. Mit in der Sitzung dabei war auch Stephanie Hübscher vom Saarländischen Schwesternverband, die die Pflegehäuser in Schrozberg, Boxberg und Königheim leitet. Als Betreiber einer stationären Pflegeeinrichtung mit etwas über 50 Plätzen sieht der Saarländische Schwesternverband in der Zukunft einen steigenden Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten allein schon bedingt durch den demografischen Wandel. Mit dem Gebäudekonzept der Bau- und Investorenfirma könnten 24 betreute Wohngruppenplätze und 17 Seniorenwohnungen entstehen, in denen bedarfsgerechte Unterstützung flexibel und überwiegend ambulant angeboten werden könnte – somit eine optimale Ergänzung zum bestehenden Pflegehaus in Schrozberg.

Das vorgestellte Konzept stieß auf große Zustimmung der Stadträte – damit fände sich für das Baugelände im Innenort, das nun schon lange brach liegt, eine optimale Bebauung und Nutzung – so waren sich die Ratsmitglieder fraktionsübergreifend einig. Die zahlreichen Fragen in der Diskussionsrunde betrafen dann aber fast schon Detailfragen, die im jetzigen Planungsstand etwas verfrüht waren. Mit dem einstimmigen Beschluss wird sich die Bau- und Investorenfirma Kappis Kopf Gruppe nun hinter die Ausarbeitung konkreter Planungen machen und auch Kosten berechnen. Zudem sollen auch weitere Abstimmungen zu einem Betreibermodell mit dem Saarländischen Schwesternverband und der Stadt Schrozberg stattfinden.

Der Gemeinderat wird sich schon in naher Zukunft weiter mit diesem Thema befassen. 

Unsere Bilder zeigen einen Blick auf den Grobentwurf, den Matthias Kappis und Armin Bleicher in der Sitzung vorgestellt haben.

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