Sitzungsberichte

22. 1. 2018

Flurbereinigung Spielbach – Gemeinderat stimmt zu

Flurbereinigung Spielbach – Gemeinderat stimmt zu

Für die Wegesanierung in Spielbach brachte die Stadtverwaltung die Überlegung ins Spiel, ein Flurneuordnungsverfahren anzustreben, um so nicht nur eine Instandsetzung zu erreichen, sondern die Wege gleich für die heutigen Anforderungen der Landwirtschaft zu ertüchtigen.

Im Juni des letzten Jahres stimmte der Gemeinderat grundsätzlich zu – mit der Maßgabe, dass sich die Stadt schon allein deshalb finanziell beteiligt, weil die Wegesanierung sowieso angegangen werden sollte.

Zwischenzeitlich fanden entsprechende Abstimmungen zwischen dem Flurneuordnungsamt, der Stadtverwaltung, dem Ortschaftrat sowie den betreffenden Grundstückeigentümern in einem Workshop statt. Das bisherige Resümee ist durchaus als positiv zu bezeichnen.

Bei der vergangenen Sitzung erläuterte der Chef des Flurneuordnungsamtes Klaus Drotleff den Schrozberger Stadträten die Eckpunkte für ein denkbares Verfahren. Demnach wäre ein Gebiet von insgesamt 1.513 Hektar betroffen. Vordergründig steht die Wegeertüchtigung im Fokus – immerhin sind 46 % der Gemeindeverbindungswege und 22 % der sonstigen Asphaltwege nicht breit genug für die heutigen Anforderungen. Zudem sollen auch Bodenordnungsmaßnahmen sowie ökologische Verbesserungen durchgeführt werden.

Auf rd. 2.000.000 € schätzen die Fachleute die Kosten für die geplanten Maßnahmen – davon entfallen rd. 1.600.000 € auf den Wegebau. An Zuschüssen werden 76 % erwartet. Die Stadtverwaltung schlug vor, zur Senkung des Eigenanteils der Landwirte 50 % der Kosten zu übernehmen, also rund 240.000 €. Zur notwendigen Schaffung eines ökologischen Mehrwerts werden ca. fünf Hektar Land benötigt. Um den Landabzug für die Landwirte gering zu halten, stellt die Stadt drei bis vier Hektar bereit.

Der Beschluss dazu war einstimmig, ebenso positiv die zahlreichen Wortmeldungen. So wurde das beispielsweise als „Chance für die Raumschaft“ oder einfach flapsig als „gutes Ding“ bezeichnet.

Im nächsten Schritt sollen nun die betroffenen Grundstückseigentümer weiter informiert werden, der Termin am 25. April steht schon fest. Erst ein positiver Beschluss der Grundstückseigentümer setzt das Verfahren dann auch in Gang.