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Gemeinderäte beim Demografie-Workshop
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Gemeinderäte beim Demografie-Workshop

Die demografische Entwicklung ist schon lange heiß diskutiertes Thema in der Politik. Natürlich machen sich insbesondere Kommunen Gedanken, wie man dem Bevölkerungsrückgang begegnen kann.

Die Initiative Pro-Region bietet gefördert über Finanzierungsmittel, die Reinhold Würth zur Verfügung stellt, einen Demografie-Workshop an. Dr. Winfried Kösters aus Bergheim hat sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und bietet ein sehr eindrückliches Seminar an. Viele Kommunen haben sich beworben, um hier die Verantwortlichen in Verwaltungen und Gemeinderäten mit diesem Seminar die Wirkungen, aber auch Lösungsansätze aufzuzeigen. Auch Schrozberg hat sich um diesen Demografie-Workshop beworben und wurde ausgewählt.

Am vergangenen Samstag war nun Dr. Winfried Kösters in Schrozberg. Er referierte nicht nur über das Thema, sondern er rief zu schnellen Gegenmaßnahmen auf. Der einzige Weg, wie man auch künftig seine Einwohner am Ort halten und im besten Fall andere Menschen nach Schrozberg „holen“ kann, sind attraktive Ausgangsbedingungen.

Am Ende des Tages wussten die Gemeinderäte zwar nichts Neues über die Entwicklung durch den demografischen Wandel – daran wird man auch nichts ändern können. Doch entsprechend dem Sprichwort aus Afrika, das Dr. Winfried Kösters gleich zu Beginn einer Ausführung anbrachte, ergaben sich Strategien, zu denen der Fachmann zielgerichtet hinführt. Dieses Sprichwort besagt: Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren, die zweitbeste Zeit ist heute. Deshalb – so Dr. Kösters – muss man einfach auch mal andere Wege gehen und andere Dinge probieren, als man bisher versucht oder gemacht hat.

Und so standen zum Abschluss des Workshops fünf Schautafeln im Sitzungssaal des Schrozberger Schlosses mit lang- und kurzfristigen Entwicklungszielen sowie kurzfristigen Maßnahmen dazu – das alles ergab sich durch logisches und konsequentes Überlegen, was Menschen heute bei der Entscheidung zu ihrem Wohnort vermutlich abwägen bzw. erwarten würden.

Die Stadträte wie auch die Verwaltungsmitarbeiter erlebten so einen sehr lohnenden Samstag mit vielen wertvollen Denkanstößen hin zu einer positiven Stadtentwicklung – ganz getreu der rhetorischen Frage von Dr. Winfried Kösters: „Ist Kindergeschrei störender Lärm oder Zukunftsmusik“.