AUS UNSERER STADT

23. 7. 2017

Die Stadtverwaltung Schrozberg wurde von der Geschäftsstelle des Bauernverbandes auf die Ausbreitung des hochgiftigen Jakobskreuzkrautes hingewiesen. Diesen Hinweis geben wir gerne öffentlich weiter:

Jakobskreuzkraut ist eine zweijährige, krautige Pflanze, die bei günstigen Bedingungen auch länger ausdauern kann. Im ersten Jahr wird eine Rosette ausgebildet, während sich ein Jahr später eine aufrechte Pflanze mit Stängellänge zwischen 30 und 120 cm entwickelt.

Das hochgiftige Jakobskreuzkraut breitet sich immer mehr aus und stellt eine tödliche Gefahr für Weidetiere dar. Die Hauptursache liegt in der späten Mahd von extensiv genutzten Flächen, vor allem dem zu späten Mulchen der Weg- und Straßenränder. Gefährdet durch das Jakobskreuzkraut sind vor allem Pferde und Schafe. Rinder verschmähen in der Regel das Futter. Gefährlich wird es für die Tiere, wenn Bestände mit der Giftpflanze gemäht und getrocknet verfüttert werden.

Auf intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen ist die Pflanze gut im Griff zu halten, weil durch regelmäßige frühe Mahd des Futtergrases eine Blüte oder ein Aussamen der Giftpflanze verhindert wird. Zudem führt eine Düngung der Futterfläche dazu, dass sich Konkurrenzgräser gut durchsetzen können.

Anders sieht dies auf extensiven Flächen aus. Hier beginnen die Pflanzen jetzt zu blühen. Eine Mahd zu Beginn der Hauptblüte, bevor die ersten Fruchtstände aussamen, kann eine weitere Verbreitung erfolgreich verhindern. Wird dies nicht vollzogen, verteilen sich unzählige Samen in der ganzen Gegend. Da aufgrund der Naturschutzvorgaben zunehmend Flächen erst nach dem 15. Juni oder später gemäht werden dürfen und zudem die Düngung eingeschränkt wird (Flachlandmähwiesen  und andere FFH-Habitate) finden die Giftpflanze hervorragende Möglichkeiten der Verbreitung und setzen sich dann auch auf Futterflächen durch.

Aus den erwähnten Gründen wird dringend darum gebeten, die notwendigen Straßen- und Wegrandpflegemaßnahmen so einzuteilen, dass Jakobskreutzstandorte unbedingt zum Zeitpunkt kurz vor der Hauptblüte gemulcht werden. Jeder Tag Verspätung bringt unzählige Samen über Windflug in die Umwelt.